Der Begriff des "Konzepts" in den Sozialwissenschaften

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In den Sozialwissenschaften ist ein "Konzept" eine abstrakte Idee oder Kategorie, die es Forschern ermöglicht, die soziale Welt einzuordnen und zu verstehen. Konzepte sind wesentliche Werkzeuge, um soziale Phänomene zu denken, zu analysieren und zu erklären. Sie helfen uns, die Komplexität der sozialen Welt zu vereinfachen, indem wir verschiedene Beobachtungen, Ideen und Phänomene in analytischen Kategorien zusammenfassen und organisieren.

Je nach Disziplin können Konzepte verschiedene Formen annehmen. In der Soziologie werden beispielsweise Konzepte wie "Anomie", "Bürokratie" oder "Sozialkapital" verwendet, um bestimmte soziale Phänomene zu charakterisieren und zu analysieren. In der Wirtschaftswissenschaft werden Konzepte wie "Marktgleichgewicht", "Angebot und Nachfrage" oder "Humankapital" verwendet. In der Politikwissenschaft werden üblicherweise Konzepte wie "Demokratie", "Macht" oder "Governance" verwendet.

Die Konstruktion eines Konzepts ist ein wichtiger Schritt in der sozialwissenschaftlichen Forschung. Dies beinhaltet in der Regel eine klare Definition des Konzepts sowie die Identifizierung seiner verschiedenen Dimensionen oder Merkmale. Manchmal können die Forscher die Konzepte auch operationalisieren, d. h. sie in messbare Variablen übersetzen, die in der empirischen Forschung verwendet werden können.

Ewige Debatten und Kontroversen

Die Politikwissenschaft ist von Natur aus dynamisch und durch eine Abfolge von sich ständig verändernden Debatten und Kontroversen geprägt. Diese Diskussionen beeinflussen die Forschungslandschaft in diesem Bereich tiefgreifend, unabhängig davon, ob es sich um theoretische, methodologische oder inhaltliche Fragen handelt. Wesentlich sind die Debatten beispielsweise in Bezug auf die Rolle des Staates in der Gesellschaft, wobei die Perspektiven von einem minimalistischen Staat bis hin zu einem stärker interventionistischen Staat reichen. Eine weitere grundlegende Debatte betrifft die Definition von Demokratie, ihre wesentlichen Bestandteile und die Frage, wie ihre Qualität gemessen werden kann. Darüber hinaus prägt die ewige Debatte über rationales individuelles Verhalten versus den Einfluss von Gruppennormen und -identitäten weiterhin das Verständnis von politischen Phänomenen wie der Stimmabgabe oder der Parteibildung. Schließlich bleibt auch die Debatte über die Methodik, insbesondere zwischen quantitativen und qualitativen Ansätzen, eine Schlüsselfrage. Die Art und Weise, wie diese Debatten angegangen und gelöst werden, beeinflusst die Entwicklung der politikwissenschaftlichen Forschung, indem sie unser Verständnis von politischen Phänomenen verbessert und die Theorien und Methoden in diesem Bereich verfeinert.

Diese Debatten in der Politikwissenschaft sind in dem Sinne immerwährend, dass sie trotz der Zeit und der Entwicklungen des Fachs fortbestehen. Sie sind oft schwer durch eine einfache empirische Analyse zu lösen, da sie eher grundlegende Fragen der Theorie und Philosophie umfassen als solche, die durch Datenerhebung oder direkte Beobachtung gelöst werden können. Darüber hinaus können unterschiedliche Methodologien, begriffliche Definitionen und theoretische Rahmen die Art und Weise beeinflussen, wie Forscher empirische Daten interpretieren, was wiederum diese Debatten anheizen kann. Darüber hinaus sind diese Debatten oft paradigmatisch, d.h. sie betreffen die Grundrahmen oder Paradigmen, die das Denken in der Politikwissenschaft strukturieren. Ein Paradigma ist eine spezifische Art und Weise, die Welt zu verstehen, die grundlegende Annahmen über die Natur der Realität und die Art und Weise, wie wir sie erkennen, umfasst. Paradigmatische Debatten können beispielsweise die Frage betreffen, ob Individuen im Wesentlichen rational sind oder ob ihr Verhalten stark von sozialen und kulturellen Faktoren beeinflusst wird, oder die Frage, ob es in der Politik hauptsächlich um den Kampf um die Macht geht oder ob sie auch von Idealen der Gerechtigkeit oder des Gemeinwohls beeinflusst werden kann. Diese Debatten sind von entscheidender Bedeutung, denn sie prägen die Art und Weise, wie Wissenschaftler der Politikwissenschaft ihre Studien konzipieren, ihre Ergebnisse interpretieren und die politische Welt verstehen. Sie tragen zur Weiterentwicklung des Fachs bei und regen zu kontinuierlicher Forschung und Reflexion an.

Analyseebenen in der Politikwissenschaft

Kenneth Waltz, ein bedeutender Theoretiker der internationalen Beziehungen, hat in seinem Werk "Man, The State, and War" (1959) eine Typologie der Analyseebenen internationaler Konflikte vorgeschlagen. Diese Typologie hat zu zahlreichen Debatten und Kontroversen im Bereich der internationalen Beziehungen und der Politikwissenschaft im Allgemeinen geführt.

Waltz identifizierte drei "Bilder" oder Analyseebenen:

  1. Die individuelle Ebene: Dies konzentriert sich auf Individuen und ihre Handlungen. Dazu gehört die Untersuchung der persönlichen Merkmale von Führungskräften, wie z. B. ihre Überzeugungen, Werte, Persönlichkeit und ihr Verhalten. Dies kann auch die Untersuchung psychologischer Prozesse wie Wahrnehmung, Kognition und Motivation beinhalten.
  2. Die Ebene des Staates: Dies beinhaltet die Untersuchung der inneren Merkmale von Staaten, wie z. B. ihre politische Struktur, Wirtschaft, Kultur und Demografie. Dies könnte auch die Untersuchung der politischen Prozesse innerhalb von Staaten beinhalten, wie z. B. Entscheidungsfindung, Politikformulierung und Konfliktmanagement.
  3. Die systemische Ebene: Dies konzentriert sich auf das internationale System als Ganzes. Dies beinhaltet die Untersuchung der Struktur des internationalen Systems, einschließlich der Machtverteilung zwischen den Staaten, der internationalen Normen und Institutionen und der Muster der Beziehungen zwischen den Staaten.

Diese verschiedenen Analyseebenen bieten unterschiedliche Perspektiven auf internationale Konflikte, und die Forscher können sich in ihren Analysen auf eine oder mehrere dieser Ebenen konzentrieren. Die Wahl der Analyseebene kann jedoch oftmals eine Quelle von Kontroversen sein, da sie beeinflussen kann, wie ein Konflikt verstanden wird und welche Strategien folglich als angemessen zur Lösung des Konflikts angesehen werden.

Im Rahmen der individuellen Analyseebene von Waltz werden die menschliche Natur und das individuelle Verhalten als entscheidende Faktoren bei der Erklärung von Konflikten und Krieg angesehen. Aus dieser Perspektive können menschliche Eigenschaften wie Egoismus, Aggressivität und Machtstreben als zugrunde liegende Ursachen für Krieg gesehen werden. Die Idee dahinter ist, dass bestimmte Aspekte der menschlichen Natur, insbesondere unsere Fähigkeit, egoistisch oder aggressiv zu handeln, uns dazu bringen können, mit anderen in Konflikt zu treten. Beispielsweise könnte ein Führer, der von Machtstreben getrieben wird und bereit ist, Gewalt anzuwenden, um diese Macht zu erlangen, eher dazu neigen, einen Krieg anzuzetteln. Wenn diese individuellen Verhaltensweisen auf die Ebene einer Gesellschaft oder Nation multipliziert werden, können sie dann zu großflächigen Konflikten führen. Wenn zum Beispiel viele Individuen in einer Gesellschaft starke nationalistische Gefühle haben und bereit sind, Gewalt anzuwenden, um ihre Nation zu verteidigen, könnte dies das Risiko eines Krieges erhöhen.

Diese Perspektive ist umstritten. Viele Forscher argumentieren, dass Krieg nicht einfach durch die menschliche Natur erklärt werden kann, und dass Faktoren wie die politische Struktur, die Wirtschaft und das internationale System ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Darüber hinaus gibt es eine große Vielfalt an menschlichen Verhaltensweisen, und nicht jeder Einzelne oder jede Gesellschaft ist egoistisch, aggressiv oder machthungrig. Daher ist die Frage, inwieweit die menschliche Natur als Ursache für Krieg angesehen werden kann, eine Frage, die in der Politikwissenschaft und den internationalen Beziehungen immer wieder diskutiert wird.

Auf der internen Ebene legt das Modell von Waltz nahe, dass Außenpolitik und Konflikte von einer Vielzahl von inländischen Faktoren beeinflusst werden können. Die internen politischen Strukturen, die Art des Regimes, die öffentliche Meinung und die Interessen bestimmter Gruppen innerhalb des Staates können alle einen erheblichen Einfluss auf außenpolitische Entscheidungen haben. In einem autokratischen Regime können Entscheidungen beispielsweise stark von den Interessen des Herrschers oder der kleinen Gruppe, die die Macht innehat, beeinflusst werden. Dazu können persönliche oder wirtschaftliche Interessen gehören, wie der Wunsch, die politische Kontrolle zu behalten, oder die Gewinne, die der militärisch-industrielle Komplex durch den Verkauf von Waffen oder den Wiederaufbau nach einem Konflikt erzielen kann. In ähnlicher Weise kann auch die öffentliche Meinung eine Rolle in der Außenpolitik spielen. Wenn ein großer Teil der Bevölkerung beispielsweise militärische Maßnahmen befürwortet, kann dies Druck auf die politischen Führer ausüben, eine härtere Linie in ihren internationalen Beziehungen einzuschlagen. Umgekehrt kann eine breite öffentliche Ablehnung von Krieg die Staatsführer davon abhalten, in einen Konflikt einzutreten. Wie bei der individuellen Analyseebene kann auch die interne Analyseebene nicht alle Aspekte der Außenpolitik oder von Konflikten erklären. Systemische Faktoren, wie die Machtverteilung zwischen den Staaten oder internationale Normen und Institutionen, können ebenfalls eine bedeutende Rolle spielen.

Die Debatte um die interne Analyseebene in der Politikwissenschaft, wie von Waltz vorgeschlagen, ist aufgrund mehrerer Faktoren immerwährend. Erstens ist die Innenpolitik ein komplexes Feld, das eine Vielzahl von Dimensionen umfasst - von Institutionen über wirtschaftliche und kulturelle Praktiken bis hin zur öffentlichen Meinung -, deren Interaktion und Einfluss auf die Außenpolitik noch lange nicht klar definiert ist. Zweitens bleibt die Frage nach der relativen Bedeutung interner Faktoren im Vergleich zu den anderen Analyseebenen offen. Einige Forscher sind der Ansicht, dass interne Faktoren vorherrschend sind, während andere individuelle oder systemische Faktoren bevorzugen. Darüber hinaus schafft der ständige Wandel der politischen Systeme ein bewegtes Terrain für die Untersuchung der internen Faktoren. Das Aufkommen neuer Formen des Regierens, wie etwa des Populismus, wirft neue Fragen über ihre Auswirkungen auf die Außenpolitik auf. Schließlich bleibt die Debatte über die genaue Art der Kausalität - wie führen interne Faktoren spezifisch zu Verhaltensweisen auf internationaler Ebene und wie groß ist ihre relative Bedeutung - weitgehend offen. Diese grundlegenden Fragen sorgen dafür, dass die Debatte um die interne Analyseebene fortbesteht, und regen so die Forschung und Reflexion in der Politikwissenschaft und den internationalen Beziehungen an.

Die externe Analyseebene, auch systemische Ebene genannt, bezieht sich auf die Struktur des internationalen Systems als Ganzes. Inspiriert von Realismus und Neorealismus legt diese Ebene den Schwerpunkt auf die internationale Anarchie, d. h. das Fehlen einer globalen Autorität, die über den souveränen Nationalstaaten steht. In diesem Kontext der Anarchie werden die Staaten als Hauptakteure betrachtet und es wird davon ausgegangen, dass sie nach ihren eigenen Interessen handeln, um ihre Sicherheit und ihr Überleben zu gewährleisten. Diese Perspektive legt nahe, dass in einer Welt, in der jeder Staat für seine eigene Sicherheit verantwortlich ist und in der es keine übergeordnete Macht gibt, die Ordnung oder Recht durchsetzt, Konflikte unvermeidlich sind. Die Angst vor einem Angriff kann Staaten dazu veranlassen, sich durch Waffen zu schützen und manchmal sogar einen Krieg zu beginnen, um einen potenziellen Angriff zu verhindern. Mit anderen Worten: Die anarchische Natur des internationalen Systems als externer Faktor kann Staaten dazu veranlassen, sich zu bewaffnen und sich auf einen Krieg vorzubereiten, auch wenn dies zu einem Teufelskreis aus eskalierenden Spannungen und Konflikten führen kann.

Jede Analyseebene - individuell, intern und extern - bietet eine einzigartige Perspektive auf politische Phänomene und hat einen Anteil an der Wahrheit. Je nach der bevorzugten Analyseebene werden unterschiedliche Aspekte politischer Fragen in den Vordergrund gerückt, was sich auf die Ausrichtung der Forschung und die Gestaltung der Lösungsvorschläge auswirkt. Konzentriert man sich beispielsweise auf die individuelle Ebene, könnte die Aufmerksamkeit auf die Untersuchung der politischen Führer, ihrer Überzeugungen, Persönlichkeiten und Motivationen gerichtet werden. Die Lösungsvorschläge könnten dann die Ausbildung von Führungspersönlichkeiten oder die Förderung der positiven Psychologie umfassen. Wenn man sich hingegen auf die interne Ebene konzentriert, könnte sich die Forschung auf politische Strukturen, Regime und gesellschaftliche Faktoren konzentrieren. Die Lösungen könnten dann politische Reformen, demokratische Regierungsführung oder die Verbesserung der Bürgerbeteiligung betreffen. Wenn der Schwerpunkt auf der externen Ebene liegt, könnte die Forschung schließlich die Struktur des internationalen Systems, die Machtbeziehungen zwischen den Staaten und die Mechanismen von Krieg und Frieden untersuchen. Die Lösungen könnten dann Reformen des Völkerrechts, die Förderung der internationalen Zusammenarbeit oder die Verbesserung der Konfliktlösungsmechanismen beinhalten.

Struktur-Agent: Interaktionen verstehen

In der Politikwissenschaft und im weiteren Sinne in den Sozialwissenschaften gibt es eine anhaltende Debatte zwischen zwei Hauptansätzen: dem Strukturalismus, der den Schwerpunkt auf soziale, politische und wirtschaftliche Strukturen legt, und dem Agentivismus, der die Handlungen und Entscheidungen von Individuen oder "Agenten" in den Vordergrund stellt. Strukturalistische Theorien argumentieren, dass Strukturen - seien sie wirtschaftlicher, politischer oder sozialer Art - bei der Bestimmung des Verhaltens von Individuen und Gruppen vorherrschend sind. Beispielsweise bestimmen nach der marxistischen Theorie wirtschaftliche Strukturen weitgehend die politischen und sozialen Beziehungen. Auf der anderen Seite gehen agentenorientierte Theorien davon aus, dass Individuen durch ihre Handlungen, Entscheidungen und Interaktionen die Macht haben, Strukturen zu formen und zu verändern. Ein Beispiel hierfür könnte die Theorie des rationalen Akteurs in der Wirtschaft sein, die davon ausgeht, dass Individuen nach ihren eigenen Interessen handeln und dass diese individuellen Handlungen die Märkte und die Wirtschaft formen.

Die meisten Theorien und Forscher erkennen die Bedeutung sowohl von Strukturen als auch von Agenten an, auch wenn sie sich möglicherweise darüber streiten, welche dieser beiden Dimensionen vorherrschend ist. In Wirklichkeit interagieren Strukturen und Agenten ständig miteinander und formen sich gegenseitig in einem Prozess, der von einigen Soziologen wie Anthony Giddens als "Dualität der Struktur" bezeichnet wird. Daher ist die Entscheidung, den Schwerpunkt auf Strukturen oder auf Agenten zu legen, nicht so sehr eine Frage der "richtigen" oder "falschen" Theorie, sondern vielmehr eine Frage der Perspektive und der theoretischen Priorität.

Die Debatte zwischen Individualismus (mit Betonung auf Agenten) und Strukturalismus (mit Betonung auf Strukturen) ist eine ontologische Debatte, d. h. sie betrifft die Natur des Seins und der Realität. Es handelt sich um zwei unterschiedliche philosophische Ansätze zum Verständnis der sozialen und politischen Welt. Der methodologische Individualismus beispielsweise geht davon aus, dass die Individuen und ihre Handlungen die grundlegenden Elemente jeder sozialen Analyse sind. Die sozialen Strukturen werden in dieser Perspektive als Produkt individueller Interaktionen und Entscheidungen gesehen. Umgekehrt vertritt der Strukturalismus die Ansicht, dass soziale Strukturen unabhängig von den Individuen existieren und einen entscheidenden Einfluss auf deren Verhalten haben. Strukturen werden in dieser Perspektive als reale Entitäten aufgefasst, die eine eigene Existenz haben und die Handlungen der Individuen einschränken oder erleichtern können. Die Präferenz für den Individualismus oder Strukturalismus kann nicht allein durch empirische Forschung ermittelt werden, da es sich um philosophische Postulate über die Natur der Realität handelt. Deshalb können Forscher auf die Philosophie zurückgreifen, um ihre ontologische Wahl zu rechtfertigen, und deshalb können verschiedene Forscher unterschiedliche Ansätze verfolgen, selbst wenn sie das gleiche Phänomen untersuchen.

Die marxistische Theorie und die Rational-Choice-Theorie sind zwei Beispiele für Metatheorien, die im Bereich der Politikwissenschaft verwendet werden. Die marxistische Theorie ist eine Metatheorie, die den Schwerpunkt auf die wirtschaftlichen und sozialen Strukturen legt. Marx zufolge bestimmen die wirtschaftlichen Strukturen der Gesellschaft (Produktionsweise) weitgehend die sozialen und politischen Beziehungen (Überbau). Aus dieser Perspektive stehen Klassenkonflikte und wirtschaftliche Ungleichheiten im Mittelpunkt der politischen und sozialen Probleme. Andererseits ist die Rational-Choice-Theorie eine Metatheorie, die den Fokus auf das Individuum als Akteur legt. Diese Theorie geht davon aus, dass die Individuen rational sind und nach ihren eigenen Interessen handeln. Sie versuchen, ihren Nutzen zu maximieren, indem sie die Kosten und den Nutzen verschiedener Optionen abwägen, bevor sie eine Entscheidung treffen. Die Rational-Choice-Theorie wird bei der Untersuchung vieler Bereiche der Politikwissenschaft, wie Abstimmungen, Gesetzgebung, politische Koalitionen und internationale Beziehungen, häufig verwendet. Diese beiden Metatheorien bieten komplementäre Perspektiven auf politische Phänomene: Die eine legt den Schwerpunkt auf Strukturen, die andere auf Individuen. Die Kombination dieser beiden Perspektiven kann zu einem reichhaltigeren und differenzierteren Verständnis von Politik führen.

Die Debatte zwischen der Rolle von Strukturen und Agenten ist nicht auf unterschiedliche Paradigmen beschränkt, sondern kann auch innerhalb eines Paradigmas oder einer Denkschule stattfinden. Der Marxismus ist ein hervorragendes Beispiel dafür. Nicos Poulantzas, ein strukturalistischer marxistischer Theoretiker, war der Ansicht, dass die wirtschaftlichen und sozialen Strukturen das politische Verhalten und Handeln weitgehend bestimmen. Seiner Meinung nach führen die unausweichlichen Gesetze der wirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit, zu Klassenkonflikten sowie zu sozialen und politischen Veränderungen. Andererseits betonten marxistische Denker wie Antonio Gramsci stärker die Rolle der Agenten, insbesondere der Intellektuellen und der Führer, bei der Umgestaltung der Gesellschaft. Für Gramsci erfordert die kommunistische Revolution einen "Stellungskrieg", in dem Intellektuelle und die Avantgarde eine entscheidende Rolle spielen, um die Massen für die kapitalistische Herrschaft zu sensibilisieren und eine kulturelle und ideologische Gegenhegemonie aufzubauen. Diese beiden Perspektiven spiegeln unterschiedliche Sichtweisen auf die Frage von Struktur und Agency innerhalb des marxistischen Paradigmas wider. Sie veranschaulichen die Vielfalt der möglichen theoretischen Ansätze, selbst innerhalb desselben Paradigmas, und den Reichtum, den diese Vielfalt für das Verständnis politischer Phänomene mit sich bringt.

Die Sozialwissenschaft und die Relevanz der Theorie

In der Sozialwissenschaft spielt die Theorie eine zentrale Rolle, aber sie ist nicht immer klar:

  • Theorie als Abstraktion: Die Theorie ist ein Werkzeug, das uns hilft, die Welt auf abstraktere Weise zu verstehen. Im Gegensatz zu dem, was manche vielleicht denken, ist sie jedoch nicht nur Philosophen oder Intellektuellen vorbehalten. Jeder von uns verwendet ständig Theorien, um die Welt um uns herum zu interpretieren und zu verstehen. Wenn wir zum Beispiel glauben, dass Belohnungen die Menschen dazu motivieren, härter zu arbeiten, wenden wir in Wirklichkeit eine vereinfachte Version der Anreiztheorie an. Theorien sind lediglich Denkrahmen, die uns dabei helfen, unsere Beobachtungen und Gedanken über die Welt zu strukturieren.
  • Theorie als realitätsfremd: Es ist auch üblich zu glauben, dass Theorien realitätsfremd oder subjektiv sind. Eine gute Theorie in den Sozialwissenschaften basiert jedoch auf empirischer Beobachtung und wird ständig gegen diese getestet. Die Theorie kann mit abstrakten Ideen beginnen, aber diese Ideen werden dann mit spezifischen Hypothesen verknüpft, die durch Beobachtung oder Experimente getestet werden können. Eine gute Theorie ist also keineswegs von der Realität abgekoppelt, sondern steht ständig im Dialog mit ihr.

Der induktive und der deduktive Ansatz sind zwei zentrale Methoden des wissenschaftlichen Denkens, auch in den Sozialwissenschaften, und beschreiben, wie Fakten und Theorien interagieren.

  • Induktiver Ansatz: Die induktive Methode geht von spezifischen Beobachtungen aus, um zu Verallgemeinerungen oder umfassenderen Theorien zu gelangen. Beispielsweise könnte ein Forscher mit ausführlichen Interviews mit Obdachlosen beginnen und diese Interviews dann nutzen, um eine allgemeinere Theorie über die Ursachen der Obdachlosigkeit zu entwickeln. Dieser Ansatz wird häufig in der qualitativen Forschung verwendet.
  • Deduktiver Ansatz: Die deduktive Methode hingegen beginnt mit einer allgemeinen Theorie oder Hypothese und versucht dann, spezifische Beobachtungen zu finden, die diese stützen. Beispielsweise könnte ein Wirtschaftswissenschaftler mit der Hypothese beginnen, dass eine Erhöhung des Mindestlohns zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit führen wird, und dann nach Daten suchen, um diese Hypothese zu testen. Dieser Ansatz wird häufig in der quantitativen Forschung verwendet.

In der Praxis verwenden viele Forscher in ihrer Arbeit eine Kombination aus induktiven und deduktiven Ansätzen. Sie können mit einer allgemeinen Theorie beginnen (deduktiver Ansatz) und dann Beobachtungen verwenden, um diese Theorie zu verfeinern oder zu verändern (induktiver Ansatz). Oder sie können mit spezifischen Beobachtungen beginnen (induktiver Ansatz) und diese Beobachtungen dann nutzen, um eine neue Theorie oder Hypothese zu entwickeln, die sie dann mit weiteren Daten testen (deduktiver Ansatz). Die Komplementarität dieser beiden Ansätze hilft, die sozialwissenschaftliche Forschung zu bereichern und zu stärken, indem sie für einen ständigen Dialog zwischen Theorie und Beobachtungen sorgt.

Im Kontext der Sozialwissenschaften ist eine Theorie eine systematische Erklärung für beobachtete Phänomene. Sie bietet einen Rahmen für das Verständnis und die Interpretation der Realität, indem sie verschiedene Fakten und Beobachtungen miteinander verknüpft, um Ursache-Wirkungs-Beziehungen, Motive, Verhaltensweisen und Trends in der Gesellschaft zu erklären. Eine Theorie ist nicht einfach nur eine Hypothese oder Vermutung. Sie basiert auf einer Reihe von klar definierten und überprüfbaren Annahmen und wird durch empirische Beweise gestützt. Darüber hinaus sollte eine gute Theorie in der Lage sein, genaue Vorhersagen über zukünftige Ergebnisse zu machen. Oft gibt es mehrere verschiedene Theorien, die ein und dasselbe soziale Phänomen erklären können. Beispielsweise kann in der Soziologie wirtschaftliche Ungleichheit durch marxistische Theorien (die sich auf Klassenstrukturen und Kapitalismus konzentrieren), Theorien des sozialen Austauschs (die sich auf individuelle Interaktionen und Transaktionen konzentrieren) oder institutionelle Theorien (die sich auf Gesetze, Politik und soziale Strukturen konzentrieren) erklärt werden. Doch trotz ihrer Unterschiede haben alle diese Theorien das gleiche grundlegende Ziel: Sie helfen zu erklären, wie die soziale Realität funktioniert.

Eine gute sozialwissenschaftliche Theorie hat das Ziel, die Faktoren und Prozesse zu identifizieren, die einen Teil der sozialen Realität strukturieren. Sie dient dazu, zu erklären, wie und warum die Dinge geschehen, und zu antizipieren, wie die Dinge unter verschiedenen Bedingungen verlaufen könnten. Hier einige wichtige Punkte zu einer guten Theorie :

  1. Identifiziert wichtige Faktoren: Eine Theorie sollte die Variablen oder Faktoren, die für das zu untersuchende Phänomen oder die Forschungsfrage wichtig sind, klar benennen. Zu diesen Faktoren können individuelle Merkmale, Verhaltensweisen, soziale Prozesse, Institutionen, soziale Strukturen und vieles mehr gehören.
  2. Erklärt die Beziehungen zwischen diesen Faktoren: Eine Theorie sollte auch erklären, wie diese Faktoren miteinander verbunden sind. Sie könnte zum Beispiel erklären, wie sich Veränderungen in einer Variablen (z. B. Bildungsniveau) auf eine andere Variable (z. B. Einkommen) auswirken.
  3. Schlägt Gesetze oder allgemeine Prinzipien vor: Eine Theorie sollte allgemeine Prinzipien oder "Gesetze" vorschlagen, die das Verhalten der untersuchten Faktoren erklären. Beispielsweise könnte eine Wirtschaftstheorie ein Gesetz vorschlagen, wonach bei sonst gleichen Bedingungen eine höhere Nachfrage nach einem Produkt zu einem höheren Preis führt.
  4. Ist überprüfbar: Eine Theorie sollte so formuliert sein, dass sie durch Beobachtung und Erfahrung getestet werden kann. Das bedeutet, dass sie spezifische Vorhersagen machen sollte, die durch Daten bestätigt oder widerlegt werden können.
  5. Ist auf eine Vielzahl von Kontexten anwendbar : Eine gute Theorie sollte allgemein genug sein, um auf eine Vielzahl von Kontexten und Situationen anwendbar zu sein, auch wenn einige Theorien möglicherweise spezifisch für bestimmte kulturelle oder historische Kontexte sind.

In Doing Comparative Politics: An Introduction to Approaches and Issues beleuchtet Lim die Funktion einer Theorie als Mittel zur Filterung und Organisation unseres Verständnisses der Realität.[1] Il définit la théorie comme une représentation simplifiée de la réalité, c'est un prisme à travers lequel les faits sont sélectionnés, interprétés, organisés et reliés entre eux de manière à former un ensemble cohérent. Les points clés de cette définition sont :

  1. Simplification de la réalité : la réalité est incroyablement complexe. Une théorie fournit une représentation simplifiée qui facilite la compréhension de certains phénomènes. Elle permet de focaliser l'attention sur les aspects de la réalité les plus pertinents pour une question de recherche donnée.
  2. Prisme : une théorie agit comme un prisme et aide à sélectionner et à mettre en évidence certains faits, tout en laissant d'autres faits dans l'ombre. Cette sélection est cruciale, car il est impossible de considérer tous les faits à la fois.
  3. Interprétation et organisation : une théorie fournit un cadre permettant d'interpréter et d'organiser les faits. Elle aide à donner un sens aux observations et à les regrouper de manière pertinente.
  4. Cohérence : une bonne théorie présente un ensemble cohérent de faits et d'arguments. Elle relie différents éléments de manière logique et systématique.

Les théories jouent un rôle crucial dans la structuration de notre compréhension de la réalité. Elles aident à organiser et à relier les faits, à identifier les relations de cause à effet et à mettre en lumière des structures et des processus sous-jacents qui peuvent ne pas être immédiatement évidents. En sociologie, par exemple, la théorie des conflits aide à organiser les faits autour de l'idée que la société est structurée par des conflits de classe et d'autres formes de lutte pour le pouvoir. Elle relie différents faits - comme les inégalités économiques, la discrimination raciale et le sexisme - à une analyse plus globale de la manière dont le pouvoir est distribué et disputé dans la société. De la même manière, en économie, la théorie de l'offre et de la demande aide à organiser les faits en suggérant que les prix sont déterminés par l'interaction entre ce que les gens sont prêts à payer pour un bien ou un service (la demande) et la quantité de ce bien ou service disponible (l'offre). Ces théories ne réduisent pas seulement la complexité de la réalité en fournissant des simplifications utiles, elles aident également à ordonner la réalité en structurant notre compréhension des faits. Elles fournissent un cadre cohérent pour l'interprétation et l'explication des phénomènes que nous observons, ce qui permet aux chercheurs de formuler des hypothèses, de mener des enquêtes et de développer une compréhension plus approfondie de la réalité sociale.

Une théorie, dans son essence, est une argumentation cohérente qui repose sur une logique interne solide. Elle décrit et explique les mécanismes qui sous-tendent une relation causale et fournit un cadre qui lie les concepts, les variables et les faits d'une manière qui donne du sens. En sciences sociales, une théorie bien construite doit identifier les relations entre les concepts ou les variables, préciser la nature de ces relations (par exemple, si une augmentation d'une variable entraîne une augmentation ou une diminution d'une autre), et expliquer pourquoi ces relations existent. La théorie doit également être suffisamment précise pour permettre de faire des prédictions qui peuvent être testées empiriquement. Par exemple, dans la théorie du capital humain en économie, l'éducation est considérée comme un investissement qui augmente la productivité et le potentiel de gains d'un individu. Cette théorie suggère une relation causale : une augmentation de l'éducation entraîne une augmentation des revenus. Les mécanismes qui soutiennent cette relation incluent l'acquisition de compétences et de connaissances qui augmentent la productivité de l'individu. Cependant, une théorie n'est pas seulement une description de la réalité, c'est aussi un outil pour changer cette réalité. En identifiant les mécanismes qui sous-tendent les relations causales, une théorie peut aider à identifier les leviers d'action possibles pour influencer les résultats. Par exemple, si l'on accepte la théorie du capital humain, alors une politique possible pour augmenter les revenus serait d'investir dans l'éducation.

Man kann an zwei Analogien denken, um den Begriff der Theorie zu erfassen:

  • Die Theorie als Brille : Diese Analogie verdeutlicht, wie eine Theorie uns dabei hilft, die Informationen, die wir wahrnehmen, zu filtern und zu interpretieren. So wie eine Brille dabei helfen kann, unsere Sicht zu verbessern, indem sie bestimmte Dinge fokussiert oder bestimmte Wellenlängen des Lichts herausfiltert, hilft eine Theorie dabei, bestimmte Aspekte der sozialen Realität hervorzuheben und andere zu minimieren. Jede Theorie bietet eine einzigartige Perspektive, die es uns ermöglicht, bestimmte Aspekte der Realität klarer zu sehen, während andere Aspekte potenziell ausgeblendet werden.
  • Theorie als Karte: So wie eine Karte eine vereinfachte Darstellung der geografischen Realität ist, die bestimmte Details (wie Straßen, Grenzen oder Erhebungen) hervorhebt, während sie andere auslässt, ist eine Theorie eine vereinfachte Darstellung der sozialen Realität, die bestimmte Aspekte der Realität hervorhebt. Karten können sich je nach den Informationen, die man hervorheben möchte, unterscheiden, ebenso können sich Theorien je nach den Aspekten der sozialen Realität, die man betonen möchte, unterscheiden.

So wie es sinnvoll ist, verschiedene Arten von Karten zu haben (z. B. eine Straßenkarte, eine topografische Karte, eine politische Karte), so ist es auch sinnvoll, verschiedene Theorien zu haben, um die Komplexität der sozialen Realität vollständig zu verstehen. Jede Theorie bietet eine einzigartige Beleuchtung, und diese Beleuchtungen können sich oft ergänzen, um ein vollständigeres und differenzierteres Bild zu ergeben.

Die Unterscheidung zwischen den Perspektiven von Karl Marx und Max Weber veranschaulicht zwei grundlegende Herangehensweisen an die Theorie in den Sozialwissenschaften.

  • Karl Marx' Ansatz: Marx betrachtete die Theorie nicht nur als Mittel zum Verständnis der gesellschaftlichen Realität, sondern auch als Werkzeug zu deren Veränderung. Seiner Ansicht nach bestand der Zweck der Theorie darin, die Macht- und Ausbeutungsstrukturen in der Gesellschaft (insbesondere im Kontext des Kapitalismus) zu identifizieren und eine Grundlage für politisches und soziales Handeln zu schaffen, um eine gerechtere Gesellschaft zu errichten. Seine berühmte Aussage "Die Philosophen haben die Welt nur unterschiedlich interpretiert, jetzt geht es darum, sie zu verändern", verdeutlicht diese Überzeugung, dass die Theorie praktisch angewandt werden muss, um die menschliche Situation zu verbessern.
  • Max Webers Ansatz: Auf der anderen Seite sah Weber die Theorie eher als ein Werkzeug zum objektiven Verständnis der sozialen Realität. Für ihn bestand das Ziel der Theorie darin, die soziale Realität so genau und neutral wie möglich zu beschreiben und zu erklären, ohne sie notwendigerweise verändern zu wollen. Dieser Ansatz wird oft mit der Idee der "Wertneutralität" in den Sozialwissenschaften in Verbindung gebracht, die besagt, dass Forscher sich bemühen sollten, objektiv zu bleiben und ihre Forschung nicht von ihren eigenen Werten oder Ideologien beeinflussen zu lassen.

Diese beiden Ansätze schließen sich nicht unbedingt gegenseitig aus. Viele Sozialwissenschaftler halten es für wichtig, die soziale Realität objektiv zu verstehen (im Sinne von Weber), erkennen aber auch an, dass dieses Verständnis genutzt werden kann und sollte, um soziales und politisches Handeln zu informieren (im Sinne von Marx). Letztendlich hängt die Art und Weise, wie ein Forscher die Rolle der Theorie betrachtet, von seinen eigenen philosophischen und ethischen Perspektiven ab.

Karl Marx' Perspektive auf die Theorie betont deren Potenzial, als Hebel für sozialen und politischen Wandel zu fungieren. Für Marx ist die Theorie nicht nur ein Werkzeug, um die Welt zu verstehen, sondern ein Mittel, um sie aktiv zu verändern. In dieser Sichtweise ist die Theorie keine rein akademische oder intellektuelle Tätigkeit, sondern sie hat eine direkte Relevanz und Nützlichkeit für die reale Welt. In Marx' Werk ist diese Idee eng mit seiner Theorie des Klassenkampfes verbunden. Laut Marx kann die Theorie dabei helfen, die Macht- und Ausbeutungsstrukturen in der Gesellschaft zu beleuchten, insbesondere im Hinblick auf die Beziehungen zwischen den Klassen im kapitalistischen System. Indem er den Arbeiterklassen ihre Ausbeutung bewusst machte, glaubte Marx, dass die Theorie als Werkzeug dienen könnte, um zur Revolution und zur Errichtung einer kommunistischen Gesellschaft anzuspornen. Abgesehen davon ist es wichtig zu beachten, dass, obwohl Marx' Ansatz die aktive Rolle der Theorie bei der sozialen Veränderung betont, diese Perspektive nicht unbedingt von allen Sozialwissenschaftlern geteilt wird. Manche sehen die Theorie vielleicht eher als ein Werkzeug, um die Welt zu verstehen, und nicht, um sie zu verändern. Dennoch zeigt Marx' Perspektive eine der Möglichkeiten auf, wie Theorie als direkt relevant und nützlich für die Gesellschaft angesehen werden kann.

Robert Cox, ein bedeutender Theoretiker der internationalen Beziehungen, hat diese Perspektive in seinem Werk Social Forces, States and World Orders: Beyond International Relations Theory gut artikuliert.[2]. Seiner Meinung nach hat jede Theorie eine Perspektive - sie ist "immer für jemanden und für bestimmte Ziele". Diese Aussage beruht auf der Vorstellung, dass eine Theorie nie völlig neutral oder objektiv ist, da sie immer von den Werten, Überzeugungen und Zielen der Menschen beeinflusst wird, die sie entwickeln und anwenden. Cox unterschied zwischen den von ihm so genannten "Problemlösungs"-Theorien und den "kritischen" Theorien. Problemlösungstheorien akzeptieren die Welt, wie sie ist, und versuchen, bestehende Systeme und Strukturen effizienter zu gestalten. Sie befürworten in der Regel den Status quo und die bestehende Ordnung. Andererseits stellen kritische Theorien die bestehende Ordnung in Frage und versuchen zu verstehen, wie und warum sie geschaffen wurde. Sie zielen darauf ab, die Kräfte und Machtstrukturen, die der sozialen Realität zugrunde liegen, offenzulegen und oftmals Wege zur Veränderung dieser Strukturen zu erwägen. Dies unterstreicht noch einmal, dass Theorien nicht einfach neutrale Beschreibungen der Realität sind. Sie werden von den Perspektiven und Zielen der Theoretiker beeinflusst, und diese können wiederum unser Verständnis der Realität und unser Handeln in der Welt beeinflussen.

Max Weber, einer der Begründer der modernen Soziologie, setzte sich stark für die Idee der Axiologischen Neutralität ein, d. h. die Trennung von Fakten und Werten in der wissenschaftlichen Forschung. Während Werte die Auswahl von Forschungsthemen leiten können, sollten Forscher laut Weber bei der Analyse und Interpretation von Daten versuchen, so objektiv und unparteiisch wie möglich zu sein. Weber argumentierte, dass die sozialwissenschaftliche Forschung zwar die möglichen Folgen verschiedener Handlungen oder Politiken beleuchten kann, sie uns aber nicht sagen kann, welche Handlung oder Politik wir wählen sollten. Das liegt daran, dass die Wahl zwischen verschiedenen Werten oder Zwecken letztlich eine Frage des persönlichen oder moralischen Urteils ist und keine wissenschaftliche Tatsache. Praktisch ausgedrückt bedeutet dies, dass Wissenschaftler die Fakten so darstellen sollten, wie sie sind, ohne sie nach ihren eigenen Maßstäben von gut und böse, richtig und falsch, besser oder schlechter zu beurteilen. Beispielsweise sollte ein Soziologe, der eine bestimmte kulturelle Praxis untersucht, versuchen, diese so objektiv wie möglich zu beschreiben und zu erklären, ohne seine persönliche Zustimmung oder Missbilligung zum Ausdruck zu bringen. Axiologische Neutralität bedeutet nicht, dass Forscher keine persönlichen Wertvorstellungen haben dürfen oder Forschungsthemen mit ethischen oder politischen Implikationen meiden sollten. Vielmehr bedeutet es, dass sie bei der Durchführung ihrer Forschung bestrebt sein sollten, ihre Analysen und Schlussfolgerungen von ihren eigenen Werturteilen zu trennen.

Webers Perspektive der Axiologie-Neutralität war sehr einflussreich und ist weiterhin ein wichtiger Standard in vielen Bereichen der Sozialwissenschaften. Allerdings ist sie auch kritisiert worden. Einige legen nahe, dass es für Forscher unmöglich ist, völlig zu vermeiden, dass ihre Werte ihre Arbeit beeinflussen. Andere argumentieren, dass es das Ziel sozialwissenschaftlicher Forschung sein sollte, die Welt nicht nur zu verstehen, sondern sie auch zu verändern - eine Position, die der Idee der axiologischen Neutralität entgegensteht. Dies ist eine Debatte, die in den Sozialwissenschaften heute noch andauert, und verschiedene Perspektiven können je nach Forschungsthema und verwendeter Methodik mehr oder weniger relevant sein.

Max Weber hat in seinem Essay "Politik als Beruf" seine Sicht der Axiologie-Neutralität entwickelt. Dieser 1919 verfasste Aufsatz wird oft als klassische Definition der Axiologie-Neutralität in den Sozialwissenschaften angesehen. In "Politik als Berufung" argumentierte Weber, dass die Wissenschaft (einschließlich der Sozialwissenschaften) zwar helfen kann, die Mittel zu klären, mit denen ein bestimmtes politisches Ziel erreicht werden kann, dass sie aber nicht bestimmen kann, welcher Zweck oder welches Ziel verfolgt werden sollte. Seiner Meinung nach fiel dies in den Bereich der Politik und des persönlichen Urteils und nicht in den der Wissenschaft. Die axiologische Neutralität ist aus Webers Perspektive ein Versuch, eine Trennung zwischen diesen Sphären aufrechtzuerhalten - um zu verhindern, dass die Wissenschaft zu sehr politisiert oder die Politik zu sehr verwissenschaftlicht wird. Es handelt sich um ein Ideal, nach dem Forscher versuchen, die Realität so objektiv und unparteiisch wie möglich darzustellen, ohne ihre Arbeit von eigenen Werten oder politischen Urteilen beeinflussen zu lassen.

Der folgende Auszug stammt aus einer Reihe von Vorlesungen, die 1919 an der Universität München gehalten wurden. Weber entwickelt eine Reflexion über das Wesen der wissenschaftlichen Arbeit: "Verweilen wir nun einen Augenblick bei den Disziplinen, die mir vertraut sind, nämlich bei der Soziologie, der Geschichte, der Volkswirtschaftslehre, der Politikwissenschaft und allen Arten der Kulturphilosophie, die die Interpretation der verschiedenen Arten des vorangegangenen Wissens zum Gegenstand haben. Es wird gesagt, und ich stimme dem zu, dass die Politik nicht in den Hörsaal einer Universität gehört. Sie hat dort keinen Platz, vor allem nicht auf der Seite der Studenten. Ich bedauere beispielsweise die Tatsache, dass sich im Hörsaal meines ehemaligen Kollegen Dietrich Schäfer in Berlin einmal eine Reihe pazifistischer Studenten um seinen Lehrstuhl herum versammelten und Lärm machten, ebenso wie das Verhalten der antipazifistischen Studenten, die anscheinend eine Demonstration gegen Professor Foerster organisierten, von dem ich jedoch aufgrund meiner eigenen Auffassungen aus vielen Gründen so weit entfernt bin wie nur möglich. Aber auch auf der Seite der Lehrer hat die Politik keinen Platz. Und schon gar nicht, wenn sie sich wissenschaftlich mit politischen Problemen auseinandersetzen. Weniger denn je hat sie dann dort ihren Platz. Denn es ist eine Sache, eine praktische politische Position zu beziehen, eine andere, politische Strukturen und Parteidoktrinen wissenschaftlich zu analysieren. Wenn in einer öffentlichen Versammlung über Demokratie gesprochen wird, wird aus der persönlichen Position, die man einnimmt, kein Geheimnis gemacht, und selbst die Notwendigkeit, klar Partei zu ergreifen, wird als eine verfluchte Pflicht angesehen. Die Worte, die man dabei verwendet, sind nicht mehr Mittel der wissenschaftlichen Analyse, sondern ein politischer Appell, um andere zu einer Stellungnahme aufzufordern. Sie sind nicht mehr Pflugscharen, um das riesige Feld des kontemplativen Denkens zu lockern, sondern Schwerter, um Gegner anzugreifen, kurzum Kampfmittel. Es wäre eine Gemeinheit, die Worte in einem Klassenzimmer so zu verwenden. Wenn man in einem akademischen Vortrag zum Beispiel die "Demokratie" untersuchen will, untersucht man ihre verschiedenen Formen, analysiert, wie sie funktionieren und welche Konsequenzen sie für das Leben haben; dann stellt man ihnen die nicht-demokratischen Formen der politischen Ordnung gegenüber und versucht, die Analyse so weit zu treiben, bis der Zuhörer selbst in der Lage ist, den Punkt zu finden, von dem aus er gemäß seinen eigenen grundlegenden Idealen Stellung beziehen kann. Ein echter Lehrer wird sich jedoch davor hüten, seinem Publikum von der Kanzel aus irgendeine Position aufzuzwingen, sei es offen oder durch Suggestion - denn die unlauterste Art ist natürlich, die Fakten sprechen zu lassen. Aus welchen Gründen sollten wir dies im Grunde genommen unterlassen? Ich nehme an, dass einige meiner Kollegen der Meinung sind, dass es im Allgemeinen unmöglich ist, diese persönliche Zurückhaltung in die Praxis umzusetzen, und dass es, selbst wenn es möglich wäre, eine Marotte wäre, solche Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Dame! Man kann niemandem wissenschaftlich nachweisen, worin seine Pflicht als Universitätsprofessor besteht. Man kann von ihm nur intellektuelle Redlichkeit verlangen, d. h. die Verpflichtung, anzuerkennen, dass die Feststellung von Tatsachen, die Bestimmung mathematischer und logischer Realitäten oder die Feststellung der inneren Strukturen kultureller Werte einerseits und die Beantwortung von Fragen nach dem Wert der Kultur und ihrer besonderen Inhalte oder nach der Art und Weise, wie man in der Stadt und in politischen Gruppierungen handeln sollte, andererseits zwei völlig heterogene Arten von Problemen darstellen. Wenn man mich nun fragen würde, warum diese letzte Reihe von Fragen aus einem Hörsaal ausgeschlossen werden muss, würde ich antworten, dass der Prophet und der Demagoge keinen Platz auf einem Universitätslehrstuhl haben [...] Ich bin bereit, Ihnen anhand der Werke der Historiker den Beweis zu liefern, dass jedes Mal, wenn ein Mann der Wissenschaft sein eigenes Werturteil einfließen lässt, kein vollständiges Verständnis der Tatsachen mehr vorhanden ist".

Dieser Auszug beleuchtet Max Webers Perspektive auf die Unterscheidung zwischen Werturteil und Tatsachenurteil sowie die Idee der axiologischen Neutralität. Für Weber sollte der universitäre Hörsaal (und im weiteren Sinne auch der Bereich der akademischen Forschung) frei von Politik sein, in dem Sinne, dass weder Studenten noch Lehrkräfte ihre persönlichen politischen Überzeugungen ihre Herangehensweise an das Studium beeinflussen lassen sollten. Er ist besonders kritisch gegenüber Lehrern, die versuchen würden, ihren Schülern ihre eigenen Standpunkte aufzuzwingen, sei es auf offene oder subtile Weise. Weber hebt die Unterscheidung zwischen dem "Einnehmen einer praktischen politischen Position" und der "wissenschaftlichen Analyse politischer Strukturen und Parteidoktrinen" hervor. Während ersteres persönliches Engagement und den Einsatz von Sprache als "Kampfmittel" voraussetzt, beinhaltet letzteres eine objektive und uneigennützige Analyse, die darauf abzielt, dass die Schüler die Fakten so verstehen, dass sie ihre eigenen Urteile formulieren können. Das ist es, was Weber unter axiologischer Neutralität versteht: die Notwendigkeit für den Forscher, sich aus der Politik herauszuhalten, indem er darauf achtet, das Tatsachenurteil sorgfältig vom Werturteil zu trennen. Dies ist eine Sichtweise, die einen großen Einfluss auf die Sozialwissenschaften hatte, obwohl sie auch Gegenstand von Kritik und Debatten war.

Weber argumentierte, dass Forscher sich um Objektivität bemühen sollten, indem sie ihre eigenen Werturteile von ihrer Analyse der Fakten trennen. Dies ist der Grundsatz der "axiologischen Neutralität". Dies bedeutet jedoch nicht, dass normative Fragen - d. h. Fragen danach, was sein sollte, anstatt danach, was ist - in der Politikwissenschaft keinen Platz haben. Es gibt viele Bereiche der Politikwissenschaft, die sich mit normativen Fragen beschäftigen, wie z. B. die politische Theorie, die politische Ethik und bestimmte Aspekte der öffentlichen Politik und Verwaltung. Die "Rational-Choice-Revolution" hat zu einem stärker formalisierten und quantitativen Ansatz in der politischen Analyse geführt, der auf der Annahme beruht, dass Individuen so handeln, dass sie ihren persönlichen Nutzen maximieren. Doch obwohl dieser Ansatz wertvolle Einblicke in das menschliche Verhalten bieten kann, wurde er auch dafür kritisiert, dass er dazu neigt, andere wichtige Faktoren wie soziale Normen, kulturelle Werte und die Komplexität und Ungewissheit, die vielen politischen Situationen innewohnen, zu vernachlässigen. Letztendlich ist das Gleichgewicht zwischen der objektiven Analyse von Fakten und der Beschäftigung mit normativen Fragen ein ständiges Diskussionsthema in der Politikwissenschaft, und verschiedene Ansätze können in unterschiedlichen Kontexten angemessen sein.

Die normative politische Theorie zeichnet sich dadurch aus, dass sie zu bewerten versucht, wie die Dinge sein sollten, anstatt zu beschreiben, wie sie sind. Dieses Studienfeld befasst sich mit Fragen der Ethik und der moralischen und politischen Philosophie und fragt beispielsweise, was eine Regierung gerecht oder ungerecht macht oder was eine gute oder schlechte Gesellschaft ausmacht. Im Zusammenhang mit der parlamentarischen Demokratie könnte eine normative Studie den Eigenwert der parlamentarischen Demokratie als Regierungssystem bewerten. Dies könnte die Untersuchung der der parlamentarischen Demokratie zugrunde liegenden philosophischen Prinzipien wie Gleichheit, Meinungsfreiheit und das Recht auf Teilnahme an der politischen Führung sowie weiter gefasste Fragen der politischen Ethik beinhalten. Die normative politische Theorie erhebt nicht den Anspruch auf die gleiche Objektivität wie andere Bereiche der Politikwissenschaft. Stattdessen beinhaltet sie häufig die Artikulation und Verteidigung spezifischer ethischer Positionen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es dieser Arbeit an intellektueller Strenge mangelt. Ganz im Gegenteil: Normative politische Theorie beinhaltet häufig rigorose und detaillierte Argumentationen, die sich auf etablierte philosophische Prinzipien stützen.

In der Sozialwissenschaft basiert die empirische Analyse oft auf normativen Postulaten, das sind die grundlegenden Überzeugungen oder Annahmen über die Welt, die einem bestimmten Forschungsansatz zugrunde liegen. Diese Postulate können sich auf die Natur der sozialen Realität beziehen, auf die Arten von Wissen, die möglich oder gültig sind, oder auf die geeigneten Methoden, um dieses Wissen zu erlangen. Bei der empirischen Analyse besteht das Hauptziel jedoch darin, diese Postulate durch Beobachtung und Erfahrung zu testen und zu bewerten. Das bedeutet, dass normative Postulate zwar die Art und Weise beeinflussen können, wie ein Forscher an eine bestimmte Forschungsfrage herangeht, die empirische Analyse sich jedoch hauptsächlich auf die systematische und objektive Prüfung der verfügbaren Daten konzentriert. In diesem Prozess werden Theorien oder Hypothesen im Lichte der empirischen Beweise ständig überprüft und verfeinert, in dem Bemühen, ein genaueres und umfassenderes Verständnis der sozialen Realität zu erlangen. Daher können normative Erwägungen zwar eine Rolle bei der Ausrichtung der sozialwissenschaftlichen Forschung spielen, sie stehen aber in der Regel nicht im Vordergrund der empirischen Analyse. Deren Ziel ist es, ein evidenzbasiertes Verständnis davon zu vermitteln, wie die Welt tatsächlich funktioniert, und nicht vorzuschreiben, wie sie funktionieren sollte.

Der erklärende Ansatz ist in vielen sozialwissenschaftlichen Disziplinen vorherrschend. Dieser Ansatz zielt darauf ab, zu erklären, warum soziale Phänomene auftreten, in der Regel durch die Identifizierung der Ursachen oder Mechanismen, die sie hervorbringen. Ziel ist es, Wissen zu generieren, das es ermöglicht, diese Phänomene vorherzusagen und möglicherweise zu kontrollieren. Forscher, die diesen Ansatz verfolgen, verwenden häufig quantitative Methoden wie Statistiken und ökonometrische Modelle, obwohl auch qualitative Methoden eingesetzt werden können. Der phänomenologische Ansatz hingegen konzentriert sich auf das Verständnis der subjektiven Erfahrungen von Individuen. Er versucht zu beschreiben und zu interpretieren, wie Menschen ihre Welt wahrnehmen, erleben und ihr einen Sinn verleihen. Forscher, die diesen Ansatz verfolgen, verwenden in der Regel qualitative Methoden wie Tiefeninterviews, teilnehmende Beobachtung und Diskursanalyse. Diese beiden Ansätze ergänzen sich und können in einer Studie oft gemeinsam verwendet werden. Beispielsweise kann ein Forscher einen erklärenden Ansatz verwenden, um die Faktoren zu identifizieren, die ein bestimmtes soziales Phänomen beeinflussen, und dann einen phänomenologischen Ansatz verwenden, um zu verstehen, wie diese Faktoren von den betroffenen Individuen erlebt und interpretiert werden.

Max Weber sagt über die Abgrenzung des Feldes der Politikwissenschaft und ihres Gegenstandes: "Nicht die Beziehungen zwischen den "Dingen" bilden das Prinzip der Abgrenzung der verschiedenen Wissenschaftsgebiete, sondern die begrifflichen Beziehungen zwischen Problemen"[3]. Das Zitat von Max Weber unterstreicht die Bedeutung der konzeptuellen Beziehungen zwischen Problemen bei der Definition von Forschungsbereichen in den Sozialwissenschaften. Aus dieser Perspektive werden Disziplinen nicht durch separate Studienobjekte (oder "Dinge") definiert, sondern vielmehr durch die spezifischen Fragen, die sie zu beantworten versuchen, und die konzeptuellen Rahmen, die sie verwenden, um diese Fragen anzugehen. Beispielsweise können sich Wirtschaft, Soziologie und Politikwissenschaft alle mit demselben Phänomen befassen - sagen wir, mit wirtschaftlicher Ungleichheit -, aber sie werden unterschiedliche Fragen dazu stellen und es mit unterschiedlichen konzeptuellen Rahmen angehen. Webers Sichtweise veranlasst uns zu der Erkenntnis, dass die Sozialwissenschaften weniger durch ihre "Studienobjekte" als vielmehr durch die Probleme und Fragen, die sie aufwerfen, definiert werden. In dieser Sichtweise gibt es keine strikte Abgrenzung zwischen den verschiedenen Sozialwissenschaften, sondern vielmehr eine Vielzahl von sich überschneidenden und ergänzenden Perspektiven. Aus diesem Grund kann ein und dasselbe Phänomen von verschiedenen Disziplinen aus unterschiedlichen Blickwinkeln untersucht werden. Beispielsweise könnten sich ein Soziologe, ein Wirtschaftswissenschaftler und ein Politikwissenschaftler alle mit dem Thema Armut befassen, doch würden sie unterschiedliche Fragen stellen und unterschiedliche Methoden anwenden, um diese zu beantworten. Diese Perspektive fördert die interdisziplinäre Forschung und die Zusammenarbeit von Forschern aus verschiedenen Disziplinen, um komplexe Probleme aus mehreren verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.

Konzepte spielen in der Politikwissenschaft (und den Sozialwissenschaften im Allgemeinen) eine zentrale Rolle, da sie dabei helfen, Forschungsprobleme zu definieren und Erklärungen für soziale und politische Phänomene zu strukturieren. Konzepte sind die grundlegenden Werkzeuge, die Forscher verwenden, um über die politische Welt nachzudenken, Forschungsfragen zu formulieren und Theorien zu konstruieren. Konzepte in den Sozial- und Politikwissenschaften sind oft Abstraktionen von komplexeren Realitäten. Beispielsweise stellen Begriffe wie "Demokratie", "Staat", "Ideologie", "Macht" oder "soziale Klasse" allesamt Aspekte der sozialen und politischen Realität dar, die zu komplex sind, um direkt erfasst zu werden. Diese Konzepte bieten eine Möglichkeit, diese Komplexität zu vereinfachen, indem sie sich auf bestimmte spezifische Merkmale oder Dimensionen der Phänomene konzentrieren, die sie repräsentieren. Durch die Verknüpfung dieser Konzepte können Theorien aufgestellt werden, die wiederum dazu beitragen, die soziale und politische Welt besser zu verstehen und zu erklären. In der Politikwissenschaft könnten wir beispielsweise das Konzept "Demokratie" verwenden, um Fragen darüber zu stellen, wie sich verschiedene Arten von politischen Regimen (ein weiterer begrifflicher Begriff) auf politische und wirtschaftliche Ergebnisse auswirken. Wir könnten das Konzept der "Macht" verwenden, um zu erforschen, wie verschiedene soziale und politische Akteure in der Lage sind, Entscheidungsprozesse und öffentliche Politik zu beeinflussen. Oder wir könnten das Konzept der "sozialen Klasse" verwenden, um zu verstehen, wie sich sozioökonomische Ungleichheiten auf die politische Beteiligung und die Präferenzen für die öffentliche Politik auswirken. Diese Konzepte sind nicht starr; sie entwickeln sich mit den theoretischen und methodologischen Entwicklungen in diesem Bereich sowie mit den Veränderungen in der politischen Welt selbst. Wissenschaftler diskutieren oft darüber, wie diese Konzepte am besten definiert und gemessen werden können, und diese Debatten sind ein wichtiger Teil der Entwicklung des Fachs. So sind Konzepte in der Politikwissenschaft sowohl Forschungsinstrumente als auch Themen der akademischen Debatte. Sie sind unverzichtbar, um unser Denken und unser Verständnis der politischen Welt zu strukturieren und um Forschung zu betreiben, die neues Wissen über diese Welt hervorbringt.

Le modèle classique en science politique

Conceptualisation : Définir le coeur des concepts

La conceptualisation en science politique est une étape cruciale dans toute analyse ou étude. Elle implique la définition, la clarification et l'explication des concepts clés qui seront utilisés dans l'analyse. C'est un moyen de décrire, de comprendre et d'interpréter des phénomènes politiques spécifiques. Par exemple, des termes tels que « démocratie », « pouvoir », « état », « gouvernement », « libéralisme », « socialisme », « nationalisme », etc., sont tous des concepts politiques couramment utilisés qui doivent être clairement définis et conceptualisés avant d'être utilisés dans l'analyse. Il est à noter que ces concepts peuvent avoir des significations différentes en fonction du contexte, de la culture, du temps et de l'espace.

La définition d'un concept nécessite une compréhension de son essence et de ses caractéristiques fondamentales. Par exemple, pour définir le concept de "démocratie", on pourrait dire que c'est un système politique où les citoyens ont le pouvoir de choisir leurs dirigeants par le biais d'élections libres et justes. Cependant, cela ne capture pas nécessairement toutes les nuances de la démocratie, qui peuvent inclure des éléments tels que la liberté d'expression, l'égalité des droits, la règle de droit, etc. Le processus de conceptualisation peut également impliquer le développement de nouveaux concepts ou l'adaptation de concepts existants pour comprendre de nouvelles réalités politiques. Par exemple, le concept de "démocratie numérique" a émergé avec le développement des technologies de l'information et de la communication, ce qui a entraîné de nouvelles formes de participation et d'engagement politiques.

Le terme "concept" vient du latin "conceptus", qui est dérivé du verbe "concipere". "Concipere" est lui-même formé des mots "con-" qui signifie "ensemble" et "capere" qui signifie "prendre". Donc, littéralement, "concipere" signifie "prendre ensemble", ce qui sous-entend l'idée de "comprendre" ou "saisir" une idée ou une chose en son entier. Ainsi, en science politique, comme dans tout autre domaine de recherche, un "concept" est une idée ou un phénomène qui a été "pris ensemble" ou "compris" de manière à pouvoir être étudié et analysé de manière plus détaillée.

Le concept est un outil indispensable dans la recherche et l'analyse, pas seulement en science politique, mais dans tous les domaines de connaissance. Les concepts sont comme des blocs de construction que nous utilisons pour donner du sens au monde autour de nous. Ils nous permettent de classer et d'organiser l'information, de voir des relations entre les phénomènes, et de communiquer des idées complexes de manière plus simplifiée. Par exemple, un concept comme la "démocratie" nous permet de regrouper une variété de caractéristiques et d'expériences sous un même terme, nous aidant ainsi à comprendre et à communiquer les aspects spécifiques de la gouvernance politique qui sont liés à ce terme. De plus, la conceptualisation peut aider à poser des questions de recherche plus précises, à formuler des hypothèses, à identifier les variables pertinentes et à construire des modèles théoriques. Dans cette perspective, les concepts sont plus qu'une aide à la compréhension, ils sont le fondement de toute recherche académique sérieuse.

Le terme "concept" est polysémique. Sa signification varie grandement en fonction de l'utilisateur et du contexte dans lequel il est utilisé. Généralement, un concept est perçu comme une idée ou une notion abstraite. Néanmoins, son interprétation peut diverger considérablement selon le domaine d'étude. Par exemple, en philosophie, un concept est généralement vu comme une représentation mentale ou une idée, formée dans l'esprit par le biais de l'observation ou de la réflexion. En science, par contre, un concept est une idée générale obtenue en examinant les détails et en identifiant des caractéristiques communes. En science politique, un concept peut servir à comprendre et à expliquer les phénomènes politiques tels que le pouvoir, la démocratie ou le gouvernement. Enfin, en informatique, le terme "concept" peut se référer à une abstraction ou une représentation dans un système ou un langage de programmation. Il est donc crucial, lors de l'emploi du terme "concept", de préciser le contexte et la signification spécifique que l'on y associe. La diversité d'interprétations rend l'utilisation du terme à la fois complexe et enrichissante.

Robert Adcock, dans son œuvre "The History of Political Science" publiée en 2005, propose une définition du concept basée sur le modèle classique, également connu sous le nom de "paradigme objectiviste".[4] Selon cette perspective, les concepts sont vus comme des représentations mentales de catégories du monde. Ils sont censés représenter la réalité externe. Dans cette vision, un concept n'est pas simplement une idée abstraite, mais une manière de classer et de comprendre le monde réel. Chaque concept est une catégorie mentale qui représente une certaine portion de la réalité. Par exemple, dans le domaine de la science politique, des concepts tels que "démocratie", "État", "pouvoir", sont des représentations mentales des différents aspects et structures de la réalité politique.

La perspective objectiviste stipule que ces concepts sont des représentations précises de la réalité. En d'autres termes, la réalité extérieure existe indépendamment de nos perceptions et c'est le rôle des concepts de la représenter le plus fidèlement possible. C'est une perspective très influente, mais elle n'est pas sans contestation. Certains critiques argumentent que nos concepts sont inévitablement teintés par nos propres expériences, cultures et langues, et donc qu'ils ne peuvent jamais représenter la réalité de manière parfaitement objective.

Dans la perspective objectiviste, les concepts sont considérés comme des symboles mentaux, des représentations mentales ou des images mentales qui reflètent la réalité externe. Cette approche suppose que nos esprits créent des représentations symboliques de la réalité qui nous permettent de comprendre et de naviguer dans le monde. Par exemple, si nous prenons le concept de "démocratie", nous n'avons pas une démocratie physique dans notre esprit, mais une image mentale ou une représentation de ce qu'est la démocratie, basée sur nos expériences, notre éducation, notre culture, etc. Cette image mentale de la démocratie est un symbole qui représente la réalité complexe de ce qu'est un système politique démocratique. Cette capacité à utiliser des concepts comme des symboles mentaux est fondamentale pour notre capacité à penser, à comprendre et à communiquer. Cependant, il est important de rappeler que nos représentations mentales sont des simplifications de la réalité et qu'elles peuvent varier d'une personne à l'autre en fonction de nos expériences individuelles et de notre contexte culturel et social.

Dans le modèle classique ou le paradigme objectiviste, les concepts (les objets cognitifs) sont vus comme représentant une classe ou une catégorie d'objets ou de phénomènes réels, basés sur leurs caractéristiques communes. Par exemple, le concept de "démocratie" représente une classe de systèmes politiques qui partagent certaines caractéristiques communes, telles que la tenue d'élections libres et justes, le respect des droits de l'homme, la séparation des pouvoirs, etc. De même, le concept de "pouvoir" pourrait représenter une classe de relations sociales caractérisées par l'influence, le contrôle ou la domination. La clé ici est que ces concepts ne sont pas simplement des idées abstraites ou des constructions théoriques, mais des outils cognitifs qui nous permettent de comprendre, d'expliquer et de catégoriser la réalité de manière significative. Ces concepts sont supposés représenter la réalité telle qu'elle est, indépendamment de nos perceptions ou interprétations subjectives. Cependant, comme mentionné précédemment, cette approche a ses critiques. Certains suggèrent que les concepts sont inévitablement influencés par nos perspectives subjectives et culturelles, et donc qu'ils ne peuvent jamais représenter la réalité de manière parfaitement objective. De plus, la réalité elle-même est complexe et dynamique, et peut ne pas se prêter facilement à la catégorisation nette et définitive que ce modèle classique pourrait suggérer.

Giovanni Sartori, un politologue italien renommé, a développé une approche systématique de l'analyse des concepts en science sociale dans son ouvrage de 1984, "Social Science Concepts: A Systematic Analysis".[5] Pour Sartori, un concept est défini par un ensemble de caractéristiques nécessaires qui le distinguent d'autres concepts. Il met l'accent sur la définition claire et précise des concepts pour éviter les erreurs de sur-conceptualisation (quand un concept est trop élargi pour être utile) et de sous-conceptualisation (quand un concept est défini trop étroitement pour capturer sa signification complète).

Le but de Sartori est de créer une distinction claire entre ce qui appartient à un concept (A) et ce qui n'y appartient pas (non-A). Cela permet une classification et une analyse plus précises et efficaces. Par exemple, en utilisant sa méthode, nous pourrions dire que pour qu'un système politique soit considéré comme une "démocratie", il doit avoir certaines caractéristiques nécessaires, comme la tenue d'élections libres et équitables. Si un système politique n'a pas cette caractéristique, il serait classé comme "non-démocratie" (non-A).

Cette approche, en mettant l'accent sur la définition claire et précise des concepts, vise à rendre les analyses en science sociale plus rigoureuses et systématiques. Toutefois, comme toutes les approches, elle a ses limites et ses critiques, certaines personnes soulignant que la réalité sociale et politique est souvent plus nuancée et complexe que ne le permettent les définitions claires et catégoriques.

L'analyse conceptuelle est une tâche méthodologique cruciale dans tout travail de recherche, en particulier en sciences sociales et politiques. Elle est essentielle pour établir un cadre clair et précis pour la recherche, et pour distinguer le discours scientifique du discours du sens commun. Le discours du sens commun est souvent imprécis et peut être ambigu ou contradictoire. Par exemple, dans le langage courant, des termes comme "liberté", "justice", "égalité" ou "démocratie" sont souvent utilisés de manière vague ou incohérente, sans définition claire ou cohérente. Cela peut rendre difficile la compréhension précise de ce qui est signifié lorsque ces termes sont utilisés. En revanche, le discours scientifique vise à être précis, cohérent et basé sur des définitions claires et explicites des concepts. Par exemple, un chercheur en science politique qui utilise le terme "démocratie" dans sa recherche définira précisément ce qu'il entend par "démocratie", en spécifiant les caractéristiques nécessaires pour qu'un système politique soit considéré comme tel. En faisant cela, l'analyse conceptuelle aide à clarifier le discours scientifique et à le distinguer du discours du sens commun. Elle permet également de rendre le discours scientifique plus rigoureux, en veillant à ce que les concepts utilisés soient clairement définis et utilisés de manière cohérente tout au long de la recherche.

Giovanni Sartori, dans son approche systématique de l'analyse des concepts, a insisté sur la nécessité pour les chercheurs en sciences sociales de définir clairement leurs termes. Selon lui, cela inclut l'élaboration de définitions de concepts qui sont à la fois claires et intersubjectives, c'est-à-dire compréhensibles et acceptables par l'ensemble de la communauté scientifique. Cette exigence vise à assurer que les concepts utilisés dans la recherche sont précis, cohérents et communément compris, évitant ainsi les malentendus et les ambiguïtés qui peuvent découler d'une définition de concept floue ou subjective. De plus, Sartori reconnaît que le travail conceptuel peut également conduire à la création de nouveaux concepts. En explorant et en analysant des phénomènes sociaux ou politiques, les chercheurs peuvent identifier de nouvelles catégories ou patterns qui ne correspondent pas aux concepts existants. Dans ces cas, ils peuvent créer de nouveaux concepts pour décrire et expliquer ces phénomènes. Cela montre que l'analyse conceptuelle n'est pas seulement une tâche méthodologique préliminaire, mais qu'elle est une partie intégrante du processus de recherche lui-même. Elle est essentielle pour comprendre, expliquer et communiquer efficacement les phénomènes que les chercheurs étudient.

Charles Taylor, philosophe politique canadien, distingue des catégories en termes de conditions nécessaires et suffisantes. Selon cette perspective, un concept est défini par un ensemble de caractéristiques qui sont à la fois nécessaires (c'est-à-dire qu'elles doivent être présentes pour que le concept s'applique) et suffisantes (c'est-à-dire qu'une fois ces caractéristiques présentes, le concept s'applique nécessairement). Taylor envisage ces conditions comme des variables binaires ou dichotomiques. Cela signifie que chaque condition est soit présente, soit absente - il n'y a pas de milieu. Par exemple, si nous définissons "démocratie" comme nécessitant des élections libres et équitables, alors un système politique qui n'a pas d'élections libres et équitables ne serait pas considéré comme une démocratie selon cette définition.

Selon cette approche, tous les membres d'une catégorie ont le même statut - si un système politique satisfait aux conditions nécessaires et suffisantes pour être classé comme une "démocratie", alors il est une démocratie au même titre que tout autre système qui satisfait à ces conditions. Cela permet une clarté et une précision dans la définition des concepts, mais peut aussi être critiqué pour sa rigidité. Dans la réalité, les phénomènes sociaux et politiques peuvent souvent être plus nuancés et moins facilement catégorisés en termes binaires. Par exemple, certains systèmes politiques peuvent avoir des éléments de démocratie sans être pleinement démocratiques, posant ainsi des défis à cette approche dichotomique.

L'importance de la mesure en science politique

Article détaillé : De la théorie aux données.

Les théories sont en fait des constructions intellectuelles qui nous aident à comprendre les relations entre différents concepts et à expliquer les phénomènes du monde réel. Mais bien que les concepts eux-mêmes soient des abstractions, ils sont souvent opérationnalisés de manière à pouvoir être mesurés et observés.

L'opérationnalisation est le processus par lequel les chercheurs définissent comment un concept spécifique sera mesuré dans le cadre d'une étude particulière. C'est une étape essentielle de la recherche en sciences sociales, car elle permet de passer d'un concept abstrait à des indicateurs concrets et mesurables. Par exemple, le concept de "démocratie" est une abstraction qui englobe de nombreuses idées différentes sur ce que signifie un gouvernement "du peuple, par le peuple, pour le peuple". Mais pour étudier la démocratie de manière empirique, les chercheurs doivent définir comment ils vont la mesurer. Ils peuvent décider d'opérationnaliser la démocratie en termes de libertés civiles et politiques, de pluralisme politique, de participation électorale, de transparence gouvernementale, etc. Ces indicateurs sont ensuite utilisés pour recueillir des données qui peuvent être analysées pour tester les hypothèses de la théorie.

Il est important de noter que l'opérationnalisation d'un concept peut varier en fonction du contexte de l'étude et des questions de recherche spécifiques. Les chercheurs doivent donc être clairs sur la façon dont ils opérationnalisent leurs concepts et justifier leurs choix méthodologiques. Il est également crucial de comprendre que même si les concepts sont abstraits et les théories sont inobservables, ils sont essentiels pour structurer notre compréhension du monde et guider notre recherche. Sans eux, nous ne saurions pas quoi chercher, ni comment interpréter ce que nous trouvons.

L'opérationnalisation est un processus crucial dans la recherche en sciences sociales. C'est le processus par lequel un concept abstrait (comme la démocratie, la pauvreté, l'éducation, etc.) est transformé en une variable mesurable, souvent grâce à l'utilisation d'indicateurs. Par exemple, si nous prenons le concept de "démocratie", nous devons décider comment nous allons mesurer ce concept dans une étude particulière. C'est là qu'intervient l'opérationnalisation. Nous pourrions décider que la démocratie sera mesurée par des indicateurs tels que des élections libres et équitables, la protection des droits de l'homme, l'indépendance de la justice, etc. L'opérationnalisation est donc une étape essentielle pour passer d'une idée théorique à une recherche empirique. Cela permet de rendre les concepts abstraits "réels" de manière à ce qu'ils puissent être mesurés et analysés. C'est également une étape qui nécessite une réflexion et une justification rigoureuses, car le choix des indicateurs peut avoir un impact significatif sur les résultats de la recherche.

Une mesure est une quantification ou une qualification d'un concept qui le rend utilisable dans le cadre d'une étude empirique. La mesure implique de transformer le concept en une variable mesurable qui peut être utilisée pour la collecte de données.

Considérons le concept de "démocratisation". Pour l'opérationnaliser, il faut définir les indicateurs de la démocratisation. On peut décider que la démocratisation peut être mesurée par des facteurs tels que l'existence d'élections libres et équitables, la liberté de la presse, le respect des droits de l'homme, l'existence de plusieurs partis politiques, la séparation des pouvoirs, etc. On peut ensuite développer une méthode pour collecter des données sur ces différents facteurs dans un certain nombre de pays. Par exemple, utiliser des bases de données existantes qui évaluent la liberté de la presse, le respect des droits de l'homme, etc., dans différents pays. Alternativement, il est possible de développer sa propre enquête ou méthode d'observation pour collecter ces informations. Dans ce cas, les données sur ces divers indicateurs seraient les mesures du concept de démocratisation. Cependant, tout comme dans l'exemple du bonheur, il est important de se rappeler que ces mesures sont des représentations du concept de démocratisation, et non le concept lui-même. De plus, toutes les mesures ont une certaine marge d'erreur et ne sont jamais parfaites, c'est pourquoi il est essentiel de réfléchir soigneusement à la manière dont d'opérationnaliser et mesurer les concepts dans sa recherche.

Il est important de noter que la mesure est une représentation du concept et non le concept lui-même. De plus, aucune mesure n'est parfaite et toutes comportent une certaine marge d'erreur. C'est pourquoi il est essentiel de réfléchir soigneusement à la façon dont d'opérationnaliser et mesurer ses concepts dans sa recherche.

L'opérationnalisation est une étape essentielle dans tout processus de recherche empirique. Sans elle, les concepts restent trop abstraits pour être analysés de manière systématique et rigoureuse. L'opérationnalisation transforme les concepts théoriques en variables mesurables qui peuvent être observées et analysées. C'est un processus qui permet de traduire des concepts abstraits en termes concrets et observables, ce qui permet aux chercheurs de les mesurer et de les analyser. C'est en opérationnalisant les concepts que les chercheurs peuvent tester les hypothèses et les théories en utilisant des méthodes empiriques. Par exemple, si un chercheur a une théorie selon laquelle la démocratisation conduit à une diminution de la violence, il doit d'abord opérationnaliser les concepts de "démocratisation" et de "violence". Ce n'est qu'après avoir défini ces concepts en termes mesurables qu'il peut collecter des données et analyser la relation entre eux. Sans l'opérationnalisation, il serait impossible de tester empiriquement les théories et les hypothèses en sciences sociales et politiques.

L'évolution de la discipline : De l'art à la science

Les cinq transformations clés qui éclairent notre compréhension de l'état actuel de la science politique, qui nous aident à définir les objets de cette discipline et qui nous invitent à réfléchir profondément sur la nature intrinsèque des sciences politiques, sont les suivantes:

  1. Passage de la description/jugement à l'explication/analyse : Cette transition a marqué un changement d'orientation fondamental, de l'expression des opinions personnelles ou du jugement normatif à l'analyse rigoureuse des phénomènes politiques. Cela signifie que les chercheurs en science politique cherchent à expliquer pourquoi les choses se passent comme elles le font, plutôt qu'à dire comment elles devraient se passer.
  2. Montée en puissance de la méthode : L'importance croissante accordée à la méthode a contribué à renforcer le caractère scientifique de la science politique. Cela signifie que les chercheurs en science politique utilisent des méthodes de recherche rigoureuses pour tester leurs hypothèses et théories.
  3. Spécialisation : Avec le développement de la science politique, les chercheurs ont commencé à se spécialiser dans des domaines spécifiques, tels que la politique comparée, les relations internationales, la théorie politique, la politique publique, etc. Cette spécialisation a permis de développer des connaissances plus approfondies dans ces domaines spécifiques.
  4. Passage des approches métathéoriques aux théories de moyenne portée : Les théories de moyenne portée sont des théories qui cherchent à expliquer un phénomène spécifique ou un ensemble de phénomènes liés, contrairement aux théories métathéoriques qui cherchent à expliquer un large éventail de phénomènes. Cette transition a permis d'obtenir des explications plus précises et plus nuancées des phénomènes politiques.
  5. Révolution au niveau des données disponibles : L'augmentation de la disponibilité et de l'accessibilité des données a profondément changé la manière dont les recherches en science politique sont menées. Cela a permis aux chercheurs d'analyser des phénomènes politiques à une échelle et avec une précision sans précédent.

Ces changements ont contribué à façonner la science politique en une discipline rigoureuse et dynamique qui continue d'évoluer en fonction des nouvelles données, théories et méthodes disponibles.

Du descriptif à l'explicatif : Un tournant majeur

Depuis la Seconde Guerre mondiale et particulièrement à partir des années 1960, nous observons un double mouvement dans l'étude des phénomènes politiques.

Dans les années qui ont suivi la Seconde Guerre mondiale, les travaux de science politique étaient principalement descriptifs et normatifs. Les chercheurs se concentraient sur la description des structures politiques, des comportements et des idéologies, souvent avec un souci de réforme ou d'amélioration de l'ordre politique existant. D'une part, l'objet de recherche s'est déplacé de la simple description vers une explication plus approfondie des phénomènes politiques. En d'autres termes, les chercheurs se sont moins intéressés à la description des faits politiques qu'à la compréhension des causes et des effets sous-jacents de ces faits. Cependant, cette approche ne posait pas suffisamment la question "pourquoi?" - une question qui nécessite une explication plus profonde des phénomènes politiques. Pour répondre à cette question, les chercheurs doivent élaborer un raisonnement basé sur des hypothèses, des preuves et des déductions logiques, en d'autres termes, une analyse.

Ce n'est que plus tard, particulièrement à partir des années 1960, que les chercheurs en science politique ont commencé à se concentrer davantage sur la question du "pourquoi?". Ils ont cherché à expliquer les causes et les effets des phénomènes politiques, en utilisant des méthodes analytiques et en se basant sur des preuves empiriques. Cela a permis à la science politique de devenir une discipline plus rigoureuse et plus scientifique. Ainsi, nous avons également observé un mouvement du jugement normatif et descriptif vers une approche plus analytique et rationnelle. Au lieu de porter des jugements de valeur sur les phénomènes politiques ou de simplement les décrire, les chercheurs se sont efforcés de les comprendre de manière plus objective, en utilisant des méthodes analytiques et des raisonnements basés sur des preuves empiriques. Ce changement a permis d'améliorer la rigueur scientifique de la discipline et de mieux comprendre la complexité des phénomènes politiques.

Dans le cadre de la science politique, les chercheurs s'intéressent souvent à des schémas ou des régularités empiriques qui se produisent dans différentes sociétés et à travers le temps. Ces régularités peuvent concerner divers phénomènes, tels que le comportement électoral, l'émergence de mouvements sociaux, le développement de systèmes politiques, le déroulement des conflits, etc. En identifiant ces régularités, les chercheurs peuvent commencer à formuler des théories ou des hypothèses sur les mécanismes sous-jacents qui expliquent ces phénomènes. Ces mécanismes peuvent impliquer divers facteurs, tels que des institutions politiques, des processus sociaux, des motivations individuelles, des facteurs économiques, etc. L'objectif de cette approche est de produire des connaissances qui peuvent nous aider à mieux comprendre le monde politique. En identifiant les mécanismes qui produisent certaines régularités empiriques, nous pouvons également être en mesure de faire des prédictions sur la manière dont les choses pourraient évoluer dans le futur, ou sur la manière dont des interventions spécifiques pourraient influencer les résultats politiques.

La science politique, dans sa quête d'explication et d'analyse, a adopté des méthodologies empruntées aux sciences naturelles et physiques, tout en adaptant ces méthodes à la complexité et à la spécificité des phénomènes sociaux et politiques. L'une de ces méthodes est l'approche comparative, qui implique l'étude de plusieurs cas pour identifier les similitudes et les différences entre eux. Cette méthode peut permettre aux chercheurs de mieux comprendre les causes et les conséquences des phénomènes politiques en observant comment ils se manifestent dans différents contextes. Par exemple, un chercheur en science politique pourrait utiliser une approche comparative pour étudier la démocratisation. Il pourrait examiner un certain nombre de pays qui ont récemment transitionné vers la démocratie, en comparant les processus par lesquels ces transitions ont eu lieu, les défis rencontrés, et les facteurs qui ont contribué à la réussite ou à l'échec de la démocratisation. Cependant bien que la science politique emprunte des méthodes aux sciences naturelles et physiques, elle reste une science sociale. Les phénomènes qu'elle étudie sont profondément enracinés dans le contexte social et culturel, et sont souvent influencés par des facteurs subjectifs et intangibles qui peuvent être difficiles à mesurer ou à quantifier.

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Ce tableau présente la quantité d'articles qui emploient des termes renvoyant à la causalité, tels que « analyses causales », non seulement dans le cadre de la revue américaine de science politique, mais également à travers une gamme plus large de revues scientifiques.

La nette augmentation de l'usage de termes liés à la causalité dans ces publications met en évidence le rôle croissant accordé à l'explication dans le travail des politologues depuis les années 1960. Cela implique que le champ de la science politique a évolué pour devenir plus axé sur l'analyse causale. En d'autres termes, les chercheurs en science politique sont de plus en plus intéressés par la compréhension des causes et des effets dans les phénomènes politiques. Ils cherchent à identifier les mécanismes qui expliquent pourquoi certaines choses se produisent dans le domaine politique. L'augmentation de l'utilisation du langage causal reflète également l'influence croissante des approches quantitatives et méthodologiques rigoureuses en science politique. Ces approches sont souvent utilisées pour établir des relations causales entre différents facteurs politiques. Enfin, cela pourrait aussi refléter une tendance plus large dans les sciences sociales à se tourner vers des méthodes plus empiriques et axées sur les données. Les chercheurs sont de plus en plus capables de recueillir et d'analyser de grands ensembles de données, ce qui leur permet d'examiner les relations causales de manière plus détaillée et rigoureuse. Cela dit, il est important de noter que l'augmentation de l'accent sur l'analyse causale ne signifie pas nécessairement que d'autres approches sont moins importantes ou moins valables. Il existe de nombreux aspects de la politique qui peuvent nécessiter des approches plus qualitatives, interprétatives ou théoriques.

Renforcement méthodologique : Vers une recherche plus scientifique

En science politique comme dans d'autres sciences sociales, l'accent mis sur l'explication a entraîné une plus grande rigueur méthodologique et un renforcement du caractère scientifique de la recherche. Cela signifie que les chercheurs adoptent une approche plus systématique et disciplinée pour tester leurs hypothèses et interpréter leurs données. Ils s'appuient sur des méthodes de recherche bien établies et rigoureuses pour recueillir des données, qu'il s'agisse de sondages, d'entretiens, d'études de cas ou d'analyses de documents. Ces méthodes sont utilisées pour assurer la fiabilité et la validité des résultats de la recherche. En outre, la recherche en science politique a également été marquée par une utilisation accrue des méthodes quantitatives et des analyses statistiques. Cela permet aux chercheurs de traiter de grands ensembles de données et d'établir des liens causaux plus forts entre différentes variables politiques. En fin de compte, cette tendance vers une plus grande rigueur méthodologique et un renforcement du caractère scientifique de la recherche en science politique vise à produire des connaissances plus fiables et plus précises sur le monde politique. Cependant, il est important de noter que cette approche ne remplace pas, mais complète d'autres approches plus qualitatives ou théoriques de la science politique.

La méthode comparative est une approche couramment utilisée en science politique qui se base sur l'analyse et la comparaison d'un petit nombre de cas, généralement entre deux et une vingtaine. L'idée est de tirer des conclusions à partir des similitudes et des différences entre les cas étudiés. Cette approche est particulièrement utile pour étudier la diversité des institutions politiques. Par exemple, on peut utiliser la méthode comparative pour analyser comment différentes démocraties fonctionnent, en comparant des aspects spécifiques tels que les systèmes électoraux, les structures gouvernementales ou les politiques publiques. De même, on peut comparer des régimes autoritaires pour comprendre les facteurs qui contribuent à leur stabilité ou à leur chute. L'un des principaux avantages de la méthode comparative est qu'elle permet de contrôler un certain nombre de variables et de se concentrer sur les facteurs spécifiques que l'on cherche à étudier. Cela peut aider à identifier des relations causales et à développer des théories plus robustes. Cependant, il est également important de reconnaître les limites de cette méthode, notamment le fait qu'elle dépend de la qualité des cas sélectionnés et de la pertinence des comparaisons effectuées.

L'observation de variations institutionnelles et politiques dans différents pays constitue une base pour l'utilisation de la méthode comparative en science politique. Par exemple, la Suisse est caractérisée par un système fédéraliste, ce qui signifie que le pouvoir est réparti entre le gouvernement central et les gouvernements des cantons. En revanche, la France est un État unitaire très centralisé, où le pouvoir est concentré au niveau du gouvernement central, bien qu'il y ait des niveaux de gouvernement local. De même, la Suisse a un système parlementaire où le pouvoir exécutif est détenu par le Conseil fédéral, qui est responsable devant le Parlement. En revanche, la France a un régime semi-présidentiel, où le Président a des pouvoirs importants, indépendants du Parlement. Ces différences peuvent avoir des implications significatives pour le fonctionnement de la politique dans ces pays, par exemple en termes de processus décisionnels, de responsabilité politique, de protection des minorités, de gestion des conflits, etc. L'étude comparative de ces systèmes peut donc aider à comprendre comment différentes configurations institutionnelles et politiques affectent les résultats politiques..

La comparaison entre différentes institutions politiques offre non seulement une perspective plus large sur la diversité des systèmes politiques, mais elle fournit également une base solide pour l'analyse causale en science politique.

En premier lieu, la comparaison élargit notre vision de ce qui est possible en termes de structures politiques. Elle met en évidence la diversité des arrangements institutionnels existant à travers le monde et nous fait prendre conscience des options disponibles pour structurer notre propre société. C'est un rappel que nous avons une certaine marge de manœuvre pour façonner nos institutions en fonction de notre contexte historique, culturel et social. De plus, elle permet de comprendre que des solutions efficaces existent déjà ailleurs et pourraient être adaptées à notre propre contexte.

Ensuite, les différences entre les institutions politiques fournissent un point de départ précieux pour tester des hypothèses causales. L'analyse causale nécessite une certaine variation (qu'elle soit institutionnelle, politique ou économique) entre les entités que l'on compare. Ces différences constituent la base analytique permettant d'expliquer les relations causales. Par exemple, pourquoi certains systèmes politiques sont-ils plus stables que d'autres ? Pourquoi certains systèmes politiques favorisent-ils plus l'égalité que d'autres ? La comparaison institutionnelle peut aider à répondre à ces questions.

Le "most similar systems design" (ou conception des systèmes les plus similaires) est une approche méthodologique en politique comparée où l'on sélectionne des cas (généralement des pays) qui sont similaires sur un grand nombre de variables, mais qui diffèrent sur la variable d'intérêt ou le phénomène que l'on cherche à expliquer. Par exemple, supposons que l'on cherche à comprendre pourquoi certains pays ont des taux de criminalité plus élevés que d'autres. On peut choisir de comparer deux pays qui sont similaires en termes de taille de la population, de niveau de développement économique, d'histoire culturelle, de structure politique, etc., mais qui ont des taux de criminalité très différents. En isolant autant que possible la variable d'intérêt (dans ce cas, le taux de criminalité), il est possible d'obtenir des aperçus plus précis de ce qui pourrait causer cette différence.

L'idée sous-jacente de cette approche est que si les systèmes sont très similaires, toute différence dans la variable d'intérêt est susceptible d'être due à la variable que l'on cherche à expliquer, et non à d'autres facteurs de confusion. C'est une façon de contrôler les variables de confusion dans le cadre d'une étude comparative. Cette méthodologie permet de contrôler un certain nombre de variables qui pourraient avoir une incidence sur la variable dépendante. En choisissant des cas (par exemple, des pays ou des individus) qui sont similaires en termes de ces autres variables, on peut être plus sûr que la variable indépendante est la cause de la variation dans la variable dépendante.

L’idée est d’identifier une variable indépendante explicative comme une institution ou une pratique politique voir une caractéristique individuelle de l’électeur si on s’intéresse aux comportements électoraux ; identifier une telle variable indépendante, une variable explicative absente dans un des deux cas, mais présente dans l’autre et qu’elle soit associée à des résultats différents au niveau de la variable expliquée. L'idée derrière l'approche "most similar systems design" est d'identifier une variable indépendante qui pourrait être la cause de la variation dans la variable dépendante (la variable que l'on souhaite expliquer).

Bo Rothstein, dans son article "Labor-market institutions and working-class strength" publié en 1992, a choisi un ensemble de pays européens de l'OCDE pour son étude.[6] Ces pays présentent une grande similarité sur plusieurs fronts : géographiquement, ils sont tous situés en Europe ; historiquement, ils partagent un certain nombre d'expériences communes, comme l'impact de la Seconde Guerre mondiale et la Guerre Froide ; économiquement, ils sont tous des économies de marché développées et membres de l'OCDE. En utilisant ces pays comme unités d'analyse, Rothstein cherche à identifier les variables institutionnelles qui pourraient expliquer les différences dans la force de la classe ouvrière, telles que mesurées par des indicateurs tels que le taux de syndicalisation ou la capacité à influencer la politique économique et sociale. Dans ce contexte, l'utilisation du "most similar systems design" permet à Rothstein de se concentrer sur les variations institutionnelles entre ces pays tout en contrôlant, autant que possible, les autres facteurs qui pourraient influencer la force de la classe ouvrière. C'est une application typique de cette méthode de recherche comparative.

Bo Rothstein, dans son étude, cherche à comprendre pourquoi la puissance des mouvements syndicaux varie tant d'un pays européen à l'autre. Il constate des variations significatives dans l'organisation et la force des syndicats à travers ces pays, et cherche à identifier les facteurs pouvant expliquer ces variations. Une des variables institutionnelles qu'il étudie est le système de Ghent. Ce système, présent dans certains pays mais pas dans d'autres, est caractérisé par la gestion des prestations de chômage par les syndicats. Rothstein postule que cette institution du marché du travail pourrait être une explication majeure de la variation dans la puissance syndicale à travers les pays européens. En particulier, il constate que les pays scandinaves, où le système de Ghent est présent, ont des taux de syndicalisation élevés. Par conséquent, il propose que le système de Ghent pourrait être un facteur déterminant dans l'explication de ces taux élevés de syndicalisation dans ces pays.

L'hypothèse de Bo Rothstein est que bien que ces pays présentent de nombreuses similitudes - par exemple, géographiquement, historiquement et économiquement - il y a une variable importante qui diffère entre eux : la présence ou l'absence du système de Ghent. Selon Rothstein, cette seule différence pourrait expliquer les variations observées dans les taux de syndicalisation d'un pays à l'autre. Ce raisonnement s'inscrit dans une démarche comparative qui cherche à isoler l'effet d'une variable spécifique en contrôlant les autres variables qui pourraient aussi influencer le phénomène étudié.

Dans The Social Construction of an Imperative: Why Welfare Reform Happened in Denmark and the Netherlands but Not in Germany[7], Robert Cox se penche sur la question de la réforme de l'État-providence dans trois pays européens : les Pays-Bas, l'Allemagne et le Danemark. Ces trois pays ont un certain nombre de similarités, ce qui les rend aptes à être comparés dans un cadre de recherche "most similar". Cox est intéressé par le fait que deux de ces pays, les Pays-Bas et le Danemark, ont pu mettre en œuvre des réformes significatives de leur État-providence, tandis que l'Allemagne n'a pas réussi à le faire. Il propose que la capacité à mener à bien ces réformes ne peut pas être expliquée simplement par les conditions économiques ou les pressions politiques externes, mais doit être comprise en termes de "construction sociale d'une impératif". En d'autres termes, il s'agit de comprendre comment le besoin de réforme est perçu et interprété au sein de chaque société, et comment cette interprétation façonne les réponses politiques. En utilisant le modèle de recherche "most similar", Cox peut se concentrer sur cette variable - la construction sociale de la nécessité de réforme - et examiner comment elle varie entre les trois pays. Cela lui permet d'expliquer pourquoi deux d'entre eux ont pu réformer leur État-providence tandis que l'autre n'a pas réussi.

L'analyse de régression est une technique statistique qui est largement utilisée dans de nombreuses disciplines des sciences sociales, y compris la science politique. Elle provient de l'économétrie, où elle est utilisée pour modéliser et analyser les relations entre des variables. Dans le contexte de la science politique, l'analyse de régression peut être utilisée pour examiner les relations entre différents facteurs politiques, économiques et sociaux. Par exemple, elle pourrait être utilisée pour analyser l'impact de l'éducation et du revenu sur le comportement électoral, ou pour examiner les effets des politiques économiques sur les niveaux de chômage. L'usage croissant de l'analyse de régression et d'autres techniques statistiques avancées en science politique reflète une tendance générale vers une plus grande rigueur méthodologique et une approche plus quantitative de la recherche. Cela fait partie du mouvement plus large vers le renforcement de la méthode et de la scientificité de la recherche en science politique.

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Ce graphique illustre clairement l'augmentation progressive de l'usage de l'analyse de régression en science politique, un outil statistique précieux pour démontrer des relations causales. Il est à noter que l'utilisation de cet outil s'est considérablement accrue à partir de la moitié du 20ème siècle, reflétant l'accent de plus en plus fort mis sur la méthodologie rigoureuse dans la discipline. Henry Brady a bien montré dans son travail comment l'usage de l'analyse de régression, et plus généralement de méthodes quantitatives rigoureuses, a augmenté au fil du temps en science politique.[8] Cela illustre comment la discipline s'est progressivement éloignée de ses origines plus qualitatives et descriptives pour adopter des méthodes plus proches des sciences naturelles, avec une attention particulière portée à l'établissement de relations causales. L'analyse de régression est particulièrement utile pour cette tâche, car elle permet aux chercheurs d'isoler l'effet d'une variable sur une autre tout en contrôlant pour l'effet d'autres variables. Cette capacité à contrôler pour les effets de variables confondantes est cruciale pour l'établissement de relations causales. La montée de ces méthodes quantitatives ne signifie pas que les approches qualitatives ont perdu leur valeur. Au contraire, les approches qualitatives restent essentielles pour comprendre les mécanismes et les processus sociaux et politiques, et elles sont souvent utilisées en combinaison avec des méthodes quantitatives dans une approche dite mixte.

L'analyse de régression permet d'établir le degré d'influence d'une variable indépendante sur une variable dépendante tout en ajustant, ou en "contrôlant", pour les effets potentiels d'autres variables. Ce contrôle permet de réduire le risque que les relations observées entre la variable indépendante et la variable dépendante soient en réalité le résultat de l'influence d'une troisième variable. En d'autres termes, cela permet aux chercheurs d'avoir plus de confiance dans le fait que les relations observées sont causales et non simplement corrélées.

L'analyse de régression est un outil précieux pour isoler l'effet d'une variable particulière tout en contrôlant les effets d'autres variables. Pour illustrer cela avec l'exemple de la chute de la République de Weimar, on pourrait poser comme hypothèse que le système proportionnel (une variable indépendante) a joué un rôle significatif dans cette chute (la variable dépendante). Pour tester cette hypothèse, on pourrait recueillir des données sur divers pays et moments historiques où des circonstances similaires se sont présentées. Ces données pourraient inclure d'autres variables pertinentes, comme la situation économique, la stabilité politique, les conflits internationaux, etc. L'analyse de régression permettrait alors de mesurer l'effet du système proportionnel sur la stabilité de la république tout en contrôlant les effets de ces autres variables. Si le système proportionnel s'avère avoir un effet significatif, on pourrait alors soutenir avec plus de confiance que ce facteur a contribué à la chute de la République de Weimar.

Spécialisation : La clé d'une meilleure compréhension

Des figures intellectuelles comme Marx, Weber, Darwin, Tolstoï, Dickens et Dostoïevski se distinguent par leur maîtrise remarquable de multiples domaines du savoir. Leur œuvre, souvent caractérisée par un chevauchement des disciplines, a bénéficié de leur capacité à penser de manière holistique et à intégrer des idées provenant de différentes sphères d'expertise. Cependant, une comparaison avec une liste de penseurs contemporains influents, tels que Bill Gates, Warren Buffet, Maria Vargas, Joe Stiglitz et Martin Wolf, révélée par le magazine Foreign Policy, pourrait laisser l'impression que cette dernière est moins impressionnante.

La question se pose alors : pourquoi la liste contemporaine semble-t-elle moins éclatante ? Il existe plusieurs facteurs qui pourraient expliquer pourquoi la liste des penseurs contemporains peut sembler moins impressionnante.

  • La nécessité d'une perspective historique : Il est parfois nécessaire d'avoir une certaine distance temporelle pour véritablement évaluer l'impact et l'influence d'une personne. Ce qui est considéré comme révolutionnaire ou de grande valeur peut ne pas être reconnu comme tel immédiatement, et la valeur d'une contribution intellectuelle peut devenir plus évidente avec le recul.
  • La familiarité engendre la banalisation : La proximité temporelle des penseurs contemporains peut nous rendre plus familiers avec leurs idées et donc nous amener à sous-estimer leur génie ou leur influence. Nous sommes souvent plus impressionnés par les figures historiques en raison de leur stature mythique et de la longévité de leur influence.
  • Le changement dans la gestion de la connaissance : Au cours des dernières décennies, il y a eu un changement structurel vers une spécialisation accrue des connaissances. Les universités encouragent cette spécialisation, et la progression de la connaissance se fait de plus en plus par la coopération et les interactions entre spécialistes dans des domaines de plus en plus spécifiques. Cette spécialisation est facilitée par les nouvelles technologies, comme Internet, qui permettent une collaboration mondiale. Par exemple, à l'Université de Genève, les professeurs occupent des chaires qui couvrent des domaines spécifiques de la science politique, et un chercheur particulier a tendance à contribuer à un seul sous-domaine de la science politique.

Ainsi, alors que les figures intellectuelles historiques étaient souvent des polymathes, maîtrisant de nombreux domaines du savoir, les penseurs contemporains sont généralement des spécialistes dans des domaines particuliers.

L'importance des théories de moyenne portée (mid-range theories)

Les théories de moyenne portée, ou "mid-range theories", sont des concepts issus de la sociologie et de la science politique. Elles sont une réponse au défi de construire des "grandes théories" universelles qui expliquent toutes les facettes d'un domaine donné. Ces "grandes théories" sont souvent critiquées pour leur manque de précision et leur incapacité à fournir des explications spécifiques et testables pour des phénomènes particuliers. En revanche, les théories de moyenne portée se concentrent sur des explications spécifiques de certains aspects de la réalité sociale ou politique. Elles visent à expliquer des phénomènes spécifiques en utilisant un ensemble limité de variables.

Le concept de "théorie de moyenne portée" a été introduit pour la première fois par le sociologue Robert K. Merton dans les années 1950. Merton soutenait que les sciences sociales devraient viser à développer des théories de ce type qui sont suffisamment générales pour être applicables à diverses situations, mais suffisamment spécifiques pour fournir des prédictions précises et vérifiables.

Les théories de moyenne portée sont très répandues en science politique, où elles sont souvent utilisées pour expliquer des phénomènes spécifiques tels que le comportement électoral, les mouvements sociaux, la formation des politiques, la prise de décision des gouvernements, etc. Par exemple, la théorie du choix rationnel, qui postule que les individus agissent de manière à maximiser leur utilité personnelle, est une théorie de moyenne portée utilisée dans de nombreux domaines des sciences sociales, y compris la science politique. Les avantages des théories de moyenne portée comprennent leur applicabilité à une grande variété de situations, leur capacité à fournir des prédictions précises et testables, et leur flexibilité en termes d'adaptation à de nouvelles données et de nouveaux contextes.

À l'ère contemporaine, nous constatons une tendance à délaisser les grands "ismes" tels que le marxisme, le libéralisme, le constructivisme, le réalisme, en faveur de débats et de théories de moyenne portée plus spécifiques et liés à un contexte particulier. Ces débats et théories ont généralement pour objet des problématiques particulières, susceptibles d'être résolues par une analyse empirique approfondie. Ce changement d'orientation vers des théories de moyenne portée témoigne d'un désir d'une meilleure compréhension des dynamiques spécifiques qui sous-tendent divers phénomènes sociaux et politiques. Au lieu de se fier à des cadres théoriques larges et souvent abstraits, les chercheurs se concentrent désormais sur l'élaboration et le test de théories plus concrètes, qui peuvent être directement liées à des données empiriques spécifiques et qui sont capables de fournir des explications précises et vérifiables pour des phénomènes spécifiques. C'est une évolution qui reflète l'aspiration à un travail de recherche plus précis, plus nuancé et plus directement pertinent pour l'analyse des problèmes du monde réel.

Métathéorie : Au-delà de la théorie

Une métathéorie est un cadre ou une structure qui sert à interconnecter et à réunifier logiquement plusieurs théories partielles. Elle joue un rôle crucial dans la construction d'une théorie plus générale ou globale. En d'autres termes, une métathéorie agit comme un pont ou un lien entre des théories distinctes, permettant leur intégration dans un système de compréhension plus large. La métathéorie va souvent au-delà de la simple somme de ses composantes théoriques individuelles, offrant de nouvelles perspectives et approfondissant la compréhension du phénomène ou du domaine qu'elle couvre. Elle permet d'organiser et de structurer les connaissances existantes, et peut également guider la recherche future en identifiant des domaines qui nécessitent une investigation plus poussée.

Une métathéorie dans le domaine de la science politique est une théorie générale qui cherche à démontrer comment diverses théories spécifiques s'articulent et se connectent. Elle vise à créer un cadre cohérent qui intègre différentes perspectives et hypothèses sur les phénomènes politiques. Cette approche permet d'obtenir une vision plus large et plus complète des processus politiques. Elle cherche à saisir la complexité de la politique en reliant diverses théories qui, autrement, pourraient sembler disjointes ou incompatibles. Par exemple, une métathéorie pourrait chercher à établir des liens entre les théories du comportement électoral, de l'action collective, et de la gouvernance institutionnelle. L'objectif ultime de la métathéorie est de fournir une compréhension plus profonde et plus nuancée du politique en tant que domaine d'étude. Cette approche peut également aider à identifier de nouvelles directions pour la recherche et à élaborer des stratégies plus efficaces pour l'analyse et l'interprétation des phénomènes politiques.

Des métathéories comme le structuralisme, le marxisme, l'institutionnalisme historique, ou la théorie des choix rationnels sont utilisées pour fournir un cadre général qui englobe un large éventail de théories spécifiques dans le domaine de la science politique. Le structuralisme, par exemple, cherche à expliquer les phénomènes politiques en termes de structures sociales sous-jacentes et de leur influence sur les comportements et les attitudes individuelles. Le marxisme, d'autre part, propose une analyse de la politique centrée sur les relations de classe et la lutte pour le pouvoir économique. L'institutionnalisme historique se concentre sur le rôle des institutions dans le façonnement des trajectoires politiques et économiques des sociétés, en mettant l'accent sur l'importance du contexte historique. Enfin, la théorie des choix rationnels suppose que les acteurs politiques, comme tous les individus, agissent de manière à maximiser leur utilité ou leur bénéfice personnel. Cette théorie est souvent utilisée pour analyser des phénomènes tels que le comportement électoral ou la prise de décision politique. Ces métathéories offrent des perspectives différentes et parfois complémentaires sur la politique, aidant les chercheurs à comprendre et à expliquer un large éventail de phénomènes.

Les théories de moyenne portée : Des solutions spécifiques

Le concept de théories de moyenne portée (ou mid-range theories) a été introduit par le sociologue Robert Merton. Ces théories se situent entre les théories hautement abstraites et universelles (ou grands "ismes") et les descriptions purement factuelles et spécifiques de phénomènes individuels.

Les théories de moyenne portée sont conçues pour être suffisamment générales pour couvrir un large éventail de situations, mais suffisamment spécifiques pour être testables et utiles dans la pratique. Elles sont généralement axées sur un domaine particulier ou un aspect limité de la réalité sociale ou politique, comme un certain type d'institutions, de comportements ou de processus. Par exemple, une théorie de moyenne portée dans le domaine de la science politique pourrait s'intéresser à la façon dont les systèmes électoraux influencent le comportement des partis politiques, ou à la façon dont les institutions de contrôle de la corruption affectent la qualité de la gouvernance. Ces théories ont pour but de fournir des explications précises et vérifiables des phénomènes qu'elles couvrent, tout en restant suffisamment souples pour s'adapter à différentes circonstances. Elles sont souvent utilisées comme outils d'analyse dans la recherche empirique.

Certains chercheurs se consacrent entièrement à l'étude des processus de théorisation. Cela peut couvrir une variété de sujets, des mécanismes qui sous-tendent la formation de théories et leur validation, jusqu'à l'impact de ces théories sur le monde réel. En science politique, par exemple, un chercheur peut se spécialiser dans l'étude des processus de théorisation relatifs à un domaine spécifique, comme les relations internationales, les politiques publiques, ou les systèmes de gouvernance. Ces chercheurs peuvent examiner comment les théories sont élaborées, testées, modifiées et finalement acceptées ou rejetées par la communauté scientifique. Ils peuvent également étudier comment ces théories sont utilisées pour informer les politiques publiques et pour comprendre et expliquer les phénomènes politiques. La théorisation elle-même peut être vue comme un processus dynamique et en constante évolution, qui implique à la fois des contributions individuelles et collectives, et qui est influencé par une variété de facteurs contextuels, tels que les événements historiques, les développements technologiques, et les changements sociaux et politiques. Ainsi, l'étude des processus de théorisation est un domaine de recherche riche et complexe, qui peut offrir des perspectives précieuses sur la façon dont nous comprenons et interagissons avec le monde politique.

Les théories de moyenne portée (ou "mid-range theories") sont des théories qui cherchent à expliquer des phénomènes spécifiques, plutôt que de viser à fournir un cadre d'explication universel. Elles se concentrent sur un domaine particulier ou un aspect spécifique de la réalité sociale et politique, offrant ainsi une analyse plus détaillée et spécifique. Par exemple, les spécialistes des conflits civils peuvent développer des théories de moyenne portée qui cherchent à expliquer les causes et les conséquences de ces conflits, se concentrant sur des facteurs spécifiques tels que les inégalités socio-économiques, les clivages ethniques, le rôle des ressources naturelles, etc. De même, la théorie des comportements électoraux est une autre forme de théorie de moyenne portée, qui se concentre sur l'explication des motivations et des comportements des électeurs lors des élections. Elle peut examiner des facteurs tels que l'influence des médias, l'idéologie politique, les questions socio-économiques et d'autres facteurs qui influencent le comportement électoral. L'approche des "variétés du capitalisme", quant à elle, est une théorie qui cherche à expliquer les différences dans la manière dont les économies de marché sont organisées entre différents pays. Elle examine des facteurs tels que les relations entre l'État et l'économie, la régulation du marché du travail, le rôle des institutions financières, etc. Ces théories de moyenne portée sont précieuses car elles permettent d'explorer des aspects spécifiques de la réalité sociale et politique de manière plus détaillée, tout en offrant des cadres d'analyse qui peuvent être testés empiriquement.

L'ère de l'information en science politique : Révolution au niveau des données disponibles

Ces dernières années, nous avons assisté à une véritable révolution dans la disponibilité des données pour la recherche en sciences sociales, y compris en science politique. Grâce à l'avènement du numérique, de l'Internet et des nouvelles technologies de l'information et de la communication, les chercheurs ont désormais accès à une quantité sans précédent de données quantitatives, allant des résultats électoraux aux enquêtes d'opinion, des données économiques aux données sur les conflits, et bien plus encore.

De plus, le développement de bases de données centralisées et accessibles au public facilite la recherche comparée à l'échelle internationale. Ces bases de données compilent souvent des informations provenant de diverses sources et offrent des outils de recherche et d'analyse sophistiqués qui peuvent aider les chercheurs à traiter et à analyser les données de manière plus efficace. Parmi les exemples de ces bases de données, on peut citer la Banque mondiale, l'OCDE, Eurostat, l'Institut national de la statistique et des études économiques (INSEE) en France, le Bureau du recensement aux États-Unis, ainsi que de nombreux instituts de sondage et de recherche qui publient régulièrement des données sur divers aspects de la politique et de la société. Cette explosion des données disponibles a non seulement transformé la manière dont la recherche en science politique est menée, mais elle a aussi ouvert de nouvelles possibilités pour la découverte et l'analyse de tendances et de phénomènes politiques.

La disponibilité accrue de données quantitatives a largement favorisé le recours à des méthodes d'analyse statistique en science politique. Les bases de données permettent aujourd'hui d'accéder à une multitude d'informations concernant le comportement des électeurs, le fonctionnement des institutions, les politiques publiques, les conflits, l'économie, et bien plus encore. Ces données, couplées à des outils statistiques de plus en plus sophistiqués, permettent aux chercheurs de réaliser des analyses approfondies et rigoureuses de phénomènes politiques. Les modèles de régression, l'analyse de séries chronologiques, les tests d'hypothèses, l'analyse factorielle, ou encore les modèles multi-niveaux sont autant d'outils qui peuvent être utilisés pour interpréter les données et répondre à des questions de recherche.

Ainsi, l'analyse quantitative s'est imposée comme une méthode incontournable en science politique, contribuant à renforcer la rigueur et la précision de cette discipline. Il est toutefois important de noter que l'analyse quantitative ne remplace pas les autres méthodes de recherche, mais vient plutôt les compléter. L'interprétation des résultats statistiques et leur mise en contexte nécessitent une compréhension approfondie des réalités politiques et sociales étudiées, qui peut être apportée par des méthodes qualitatives telles que l'analyse de discours, les entretiens, ou l'observation participante.

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Anhänge

Referenzen

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