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= | = Kontinuität des 11/09 = | ||
== | == World Trade Center als Ziel == | ||
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Twin Towers sind seit den 1980er Jahren ein potentielles Ziel, denn die Herausforderung besteht darin, die Orte der amerikanischen Macht zu zerstören. Es gibt eine symbolische Dimension starker Zerstörung, denn das Wolrd Trade Center ist das Herzstück des globalen Kapitalismus und der internationalen Angelegenheiten. | |||
[[Fichier:Time World Trade Center - 26 février 1993.png|100px|vignette|gauche]] | Während der gesamten Geschichte des Baus von Manhattan ist die Architekturgeschichte von Manhattan die des Mannes, der immer am meisten bauen wird. Die Twin Towers bedeuteten den Triumphalismus des amerikanischen liberalen Wirtschaftsmodells. Es handelt sich um ein ikonisches Bild mit einer Summe von Darstellungens véhiculées.[[Fichier:Time World Trade Center - 26 février 1993.png|100px|vignette|gauche]] | ||
Der erste Angriff fand am 26. Februar 1993 statt, als ein mit 680 kg Nitrat-Sprengstoff beladener Lastwagen in einer Tiefgarage im Nordturm zerfiel, sechs Menschen tötete und 1042 verwundete. Die Ausdehnung des Schadens, ein 30 x 60 Meter großer Krater über 5 Kellergeschosse und die Unsicherheit über die Beschädigung der zentralen Tragsäulen (nur eine davon war leicht betroffen) führten dazu, dass die beiden Türme mehrere Monate geschlossen blieben. Nach Angaben des Architekten des World Trade Centers wäre der Turm eingestürzt, wenn der Lastwagen näher an den Fundamenten platziert worden wäre. Sechs islamische Extremisten, darunter Ramzi Yousef, wurden zu lebenslanger Haft verurteilt. | |||
Nidal Ayyad, | Nidal Ayyad, ein islamistischer Aktivist, verkündete bei seinem Prozess 1993 in den Vereinigten Staaten, dass "das World Trade Center weiterhin eines unserer Ziele in den Vereinigten Staaten sein wird, wenn unsere Forderungen nicht erfüllt werden. | ||
Ramzi Yousef | Ramzi Yousef schickte einen Brief an die New York Times nach dem Bombenanschlag, der sein Motiv zum Ausdruck brachte: | ||
''"We are, the fifth battalion in the Liberation Army, declare our responsibility for the explosion on the mentioned building. This action was done in response for the American political, economical, and military support to Israel, the state of terrorism, and to the rest of the dictator countries in the region.'' | ''"We are, the fifth battalion in the Liberation Army, declare our responsibility for the explosion on the mentioned building. This action was done in response for the American political, economical, and military support to Israel, the state of terrorism, and to the rest of the dictator countries in the region.'' | ||
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''The American people are responsible for the actions of their government and they must question all of the crimes that their government is committing against other people. Or they — Americans — will be the targets of our operations that could diminish them."'' | ''The American people are responsible for the actions of their government and they must question all of the crimes that their government is committing against other people. Or they — Americans — will be the targets of our operations that could diminish them."'' | ||
== | == Angriffe auf Verkehrsflugzeuge == | ||
Der Einsatz von Zivilflugzeugen zur Vernichtung ist bereits dokumentiert. Der bekannteste Fall ist ein Projekt von Ramzi Youssef aus dem Jahr 1995, der den ersten Angriff auf das World Trade Center entwarf, mit dem Ziel, 11 Flugzeuge amerikanischer Fluggesellschaften, die Asien und Kalifornien verbinden, zu explodieren. Die erwartete Zahl der Opfer betrug 4.000 in 48 Stunden. | |||
Der Einsatz von Messern zur Entführung von Verkehrsflugzeugen war der japanischen Roten Armee bereits mit Schwertern bekannt. | |||
[[Fichier:Avion détourné Paris-Alger, intervention GIGN. Décembre 1994.jpg|200px|vignette|droite|Flugzeug entführt Paris-Alger, Intervention GIGN. Dezember 1994. - © Thierry Orban/CORBIS SYGMA/Thierry Orban]] | |||
Der Einsatz eines Zivilflugzeugs zur Vernichtung der Zivilbevölkerung wurde im Dezember 1994 mit GIA mujaheddin durchgeführt, der einen Airbus der Air France in Algier entführte. Sie werden in Marseille durch das GIGN-Objekt neutralisiert. Ihre Idee war es, das Flugzeug über der Hauptstadt in die Luft zu sprengen oder auf ein symbolisches Denkmal zu werfen. | |||
Die Diagnose lautet, dass sich die Anschläge vom 11/09 in keiner Weise von allen im Laufe der Geschichte analysierten Formen des Terrorismus unterscheiden. Sie wurzeln in einer bekannten Geopolitik und Geostrategie des Endes des Kalten Krieges. Obwohl sie der breiten Öffentlichkeit die Existenz von Al Qaida Al Sulbah offenbart haben, haben sie es in keiner Weise historisch erschaffen. | |||
Der wichtigste Beitrag der Ereignisse vom 11. September ist die Offenbarung von Al Qaida. Al Qaida existierte vor dem 11. September, aber es ist ein tragisches Ereignis, das plötzlich die Macht einer Organisation erhöht, als die gesamte Geschichte des Terrorismus der Gedanke einer allgemeinen Gewalt geringer Intensität war, die zu einer Inversion führte. | |||
= | = 11/09 Fracture = | ||
== | == Der "asymmetrische Krieg" == | ||
Die Anschläge vom 11.09. fanden in extrem kurzer Zeit statt. Zwischen dem ersten Aufprall auf den Nordturm und seinem Zusammenbruch dauert es 2 Stunden. 08. | |||
[[Fichier:American Airlines 767-200 N324AA.jpg|thumb|Boeing 767 | [[Fichier:American Airlines 767-200 N324AA.jpg|thumb|American Airlines Boeing 767 ähnlich einem der vier entführten Flugzeuge.]] | ||
Vier Flugzeuge werden gleichzeitig von 19-köpfigen Kommandos entführt: | |||
*'''8 heures 46''' : le vol 11 du Boeing 767 d’American Airlines détourné percute la section supérieure de la tour Nord du WTC. S’encastrant entre le 93ème et le 99ème étage, l’explosion du kérosène enflamme plusieurs étages inférieurs, dont le hall d’entrée West Street. | *'''8 heures 46''' : le vol 11 du Boeing 767 d’American Airlines détourné percute la section supérieure de la tour Nord du WTC. S’encastrant entre le 93ème et le 99ème étage, l’explosion du kérosène enflamme plusieurs étages inférieurs, dont le hall d’entrée West Street. | ||
*'''9 heures 03''' : le Boeing 767 détourné, vol 175 de United Airlines s’encastre entre le 77 ème et le 85 ème étage de la tour Sud. Quinze minutes plus tard, une épaisse fumée étouffante gagne le 90 ème étage et les étages supérieurs. | *'''9 heures 03''' : le Boeing 767 détourné, vol 175 de United Airlines s’encastre entre le 77 ème et le 85 ème étage de la tour Sud. Quinze minutes plus tard, une épaisse fumée étouffante gagne le 90 ème étage et les étages supérieurs. | ||
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*'''10 heures 28''' : la Tour Nord s’effondre également. Le nombre officiel de personnes tuées dans le World Trade Center est de 2985 : 265 passagers des quatre avions détournés, 125 civils et militaires au Pentagone, 343 pompiers de New York, 23 policiers. Le reste est principalement composé des employés et des visiteurs se trouvant dans les tours. Au total, ce sont les représentants de plus 62 nationalités qui trouvent la mort dans une action terroriste rigoureusement planifiée. | *'''10 heures 28''' : la Tour Nord s’effondre également. Le nombre officiel de personnes tuées dans le World Trade Center est de 2985 : 265 passagers des quatre avions détournés, 125 civils et militaires au Pentagone, 343 pompiers de New York, 23 policiers. Le reste est principalement composé des employés et des visiteurs se trouvant dans les tours. Au total, ce sont les représentants de plus 62 nationalités qui trouvent la mort dans une action terroriste rigoureusement planifiée. | ||
Die Zeit ist extrem kurz mit einer Verkürzung der Geschichte. Mit dem Versuch, das Aufeinanderprallen der politischen Themen zu verstehen, taucht etwas Unvorstellbares auf. Fiktion wird Realität. Dies ist sehr wichtig, um die amerikanische Gesellschaft zu verstehen, die wirklich auf dem Bild funktioniert, das das ikonische Bild macht und es heilig gemacht hat, so dass das Virtuelle eine Dimension der Realität hat. Jean Baudrillard zeigt in Amerika, dass die amerikanische Gesellschaft eine Gesellschaft ist, die viel am Image arbeitet. | |||
== | == Das Konzept der Weltereignisse == | ||
Die Ereignisse des 11. September sind ohne Bezugnahme auf die Medienwirkung nicht zu verstehen. Es ist ein absolutes Medienereignis, denn wir haben die ersten Amateurbilder. Das sind Bilder, die eingefangen werden und sofort gesendet werden und Angst auslösen. Die ersten Bilder der Amateure zeigen die Einbettung der Flugzeuge in die Türme und werden mit einer sehr geringen Verzögerung auf allen Fernsehkanälen ausgestrahlt. Die Medien am Tatort schnappten sich die ersten Überlebenden, die am Fuße der Türme standen, und die Bewegungen und Aufrufe der Arme all derer, die sich durch Feuer auf den Fußböden blockiert fühlten. | |||
Noch mehr als bei den Olympischen Spielen 1972 in München, einem der ersten wirklich hochkarätigen Terrorereignisse, ist es das Spektakel des lebenden Todes, das den Zuschauer erschreckt. Der Panik-Effekt geht über die Rationalität hinaus. | |||
<gallery mode="packed"> | In den folgenden Minuten ist es der Beinahe-Zusammenbruch der beiden Türme, der den unheilbaren Tod von Tausenden von Opfern in den Ruinen bezeugt, während die Kameras auch die verzweifelte Flucht der Passanten in den angrenzenden Straßen filmen. Der Tod wird zum Spektakel mit all der Tragödie und dem Pathos.<gallery mode="packed"> | ||
Fichier:11 09 concept d’événement-monde1.jpg|Carmen Taylor - DR] | Fichier:11 09 concept d’événement-monde1.jpg|Carmen Taylor - DR] | ||
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== | == Die Medienberichterstattung über die Anschläge treibt sie sofort in den Status eines globalen Ereignisses == | ||
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Das Geschehen ist ohne Soundtrack bzw. mit Hintergrundgeräuschen mit deutlich hörbaren Plädoyers, Schreien und Schreien beobachtbar. Früher waren die Gefühle von Rebellion und Ungerechtigkeit geprägt von Unverständnis, Angst, Stupor und Terror. Die Verleugnung von "I can't believe it" ist in erster Linie der offensichtlichste Ausdruck der New Yorker, aber auch hilfloser Zuschauer vor dem Fernseher. | |||
Es ist ein Katastrophenfilm in Originalgröße. Die Veranstaltung steht im Einklang mit der Kultur der Katastrophenfilme von Hollywood-Produktionen, die unwiderstehlich an Fiktion erinnern, indem sie die Realität und unsere Vorstellungskraft transzendiert. Das "Das ist größer als das Leben" spiegelt den wahren Alptraum wider, dem sich jeder stellen und zähmen muss, um weiterleben zu können. | |||
Das journalistische und fernsehtechnische Verfahren ist das des Loopings. Wiederholung macht das Symbol. Ikonenbilder haben soziale Funktionen, die nicht nur selbstgefällig, sondern auch subversiv sein können. Kontinuierlich und obsessiv durchgeschleift, verweisen diese Bilder direkt auf andere ikonische Bilder der tragischen Geschichte der amerikanischen Nation, die, da sie sich nur auf reine Emotionen beziehen. | |||
Die Bilder erinnern an den Flugversuch der letzten vietnamesischen Männer, die auf dem Dach der US-Botschaft gehisst wurden, als die Vietminh Saigon betraten, Diejenigen des nackten kleinen Mädchens, das mit Napalm verbrannt wurde, das aus der Kampfzone weglief, oder die von John Fitzgerald Kennedys Ermordung, die auch zwangsweise auf Fernsehsendern ausgestrahlt wurde. Der Eingang der beiden Flugzeuge in die Fassaden und die darauf folgenden gewaltigen Explosionen und Trümmerflüge erinnern an das Bewegungsbild der Präsidentenlimousine. | |||
== | == Das Individuum, das durch das Gewicht des Ereignisses zerquetscht wird. == | ||
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Der abrupte Todeseintritt ohne offensichtliche Erklärung zerquetscht jeden einzelnen seiner Beweise und macht die Empfindung, Albert Camus' Ausdruck von "der Absurdität der menschlichen Existenz" zu verwenden, noch bitterer. Das Ereignis ist im Moment unverständlich und bedeutungslos. Es gibt niemanden, der erklären kann, dass es sich einerseits um Terrorismus handelt und andererseits um die Arbeit von Al-Qaida. | |||
Die Ereignisse des 11/09, um Baudrillard zu zitieren, beziehen sich auf "das absolute Ereignis, die Mutter der Ereignisse, auf das reine Ereignis, das sich darin konzentriert, auf alle Ereignisse, die nie stattgefunden haben". | |||
Die Dramaturgie des Ereignisses ist im Laufe der Zeit stärker geworden, da die Berichterstattung beispiellos war und alle anderen Nachrichten aus den Nachrichten evakuiert wurden, wobei CNNs gesamter Medienraum in einer Art visueller Pornografie besetzt wurde, die eine Art morbide Faszination auf Bilder ausübt, die niemals ihre Fülle, Emotion oder Gewalt verlieren. Die Printmedien blieben viele Monate lang im Einklang mit dem Fernsehen, wenn es um die Ereignisse vom 11.09. ging. | |||
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Wenn das Ereignis nicht mehr verstanden werden kann, kann es nicht mehr verarbeitet werden. In den Türmen war das Call Center nicht in der Lage, die Veranstaltung zu managen. Das Ereignis in seiner Hülle hat eine so tragische Dimension, dass es eine traumatische Dimension hat. | |||
== | ==Die Dekonstruktion des Begriffs Terrorismus== | ||
Die ersten Horrorgefühle wurden durch die herzzerreißenden Revisionen verschärft, die die Anschläge vom 11. September vor Ort im Bereich der üblichen Wahrnehmung des Terrorismus und des terroristischen Aktes am Ende des 20. | |||
Grundsätzlich wird es eine Dekonstruktion des Begriffs Terrorismus geben. Der erste Bedeutungsverlust ist die komfortable Frage des Terrorismus als "Akt zivilisierter Barbarei". Es gibt das Konzept der Unschuld. In einem Bin Laden Fatwa gibt es keine unschuldigen Menschen. Elementare Darstellungen des Terrorismus stützen zunächst allgemein die Annahme, dass Opfer nie wirklich zufällig ausgewählt werden. In den Gerechten beschreibt Albert Camus einen Terrorismus, der Autorität besitzt und versucht, Unschuldige zu verschonen. | |||
Der Modus operandi des internationalen Terrorismus in den 1970er und 1980er Jahren hat diese Interpretation durch einige seiner gezielten und spektakulären Aktionen verstärkt. Die Ermordung eines Anti-Terror-Richters, Polizeibeamten, Leibwächters, Chefs oder hochrangigen Beamten bezieht sich auf die Vorstellung einer Elite und einer Sphäre an der Spitze der sozialen Hierarchie, die die Normen und Werte legitimer Gewalt festhält. | |||
Der Terrorismus wird dann auf ein Klassenverhältnis zurückgeführt, von dem man ausgeschlossen und durch die Zugehörigkeit zur Mittelschicht distanziert wird. Je nach den Umständen und ideologischen Ansprüchen terroristischer Gruppen trägt jede Gemeinsamkeit mit Terroristen, egal wie klein ihre religiöse, soziale und kulturelle Herkunft auch sein mag, sowie das Teilen eines Teils ihrer Analysen, bis sie Einfühlungsvermögen gegenüber ihnen zum Ausdruck bringen, zu einer Logik der Psyche bei, die zu einem Gefühl der Entfremdung von der Bedrohung führt. | |||
Wenn der Terrorismus selektiv ist, wird der Terrorismus selbst als empathisch angesehen. Jeder Einzelne kann Gewalttaten sehen, aber ohne Sympathie gibt es eine Distanz. Sobald der Terrorismus nicht mehr selektiv ist, ist der Einzelne direkt betroffen. | |||
== Terrorismus: Eine traditionelle Affäre von "Optimismus-Bias" == | |||
In den Bereichen Bedrohung, Risiko und Katastrophe nutzen Personen, die mit Terrorismus konfrontiert sind, eine "Voreingenommenheit des Optimismus". Wir befinden uns in technologischen Gesellschaften, die "optimistische Voreingenommenheit" besteht darin, dass der Einzelne mit Situationen zu tun hat, in denen er keine Managementkompetenz besitzt. Optimistische Voreingenommenheit ist Vertrauen in eine Situation, die delegiert wird, um eine Voreingenommenheit zu gewährleisten, die es erlaubt, Dinge zu tun. Dies garantiert ihnen die Mittel, um in objektiven Situationen von Angst und Schrecken zu handeln und ihre Existenz in aller affektiven Ruhe und psychologischer Sicherheit allgemeiner aufzubauen. | |||
Diese grundlegenden Darstellungen des Terrorismus legen nahe, dass jeder Mensch über intellektuelle Fähigkeiten verfügt, um jede Situation zu kontrollieren und zu vermeiden, die so gefährlich ist, dass sie allen Formen terroristischer Gewalt entkommen kann. | |||
Diese erste Darstellung rechtfertigt die zweite, die darin besteht, zu glauben, dass die Terroristen selbst paradoxerweise eine Art Ehrenkodex einführen: Wie die Mafia möchte er sie auffordern, bestimmte Grenzen nicht zu überschreiten und bestimmte Formen der Gewalt zu verbieten, ebenso wie die Banditen auf den Hauptstraßen, die Witwen, ältere Menschen und Waisen in den Büchern von Épinal schützen. Gemeinsame Definitionen des Terrorismus in den 1970er Jahren haben diese Vorstellung implizit aus gemeinsamen Definitionen des Terrorismus abgeleitet. | |||
Sie stellen den terroristischen Akt auf die Seite der reinen Rationalität, die mit angesammelten psychologischen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Frustrationen verbunden ist. Jeder Terrorismus, der einen Hauch von Wert und Ehre annimmt, stellt den Terrorismus auf die Seite der Vernunft. Der "terroristische Akt" würde keinen Nihilismus implizieren. Es wäre Teil einer vernünftigen Verwaltung des Zerstörungsaktes. Selbst wenn der Terrorist den Tod riskiert, ist es kein Selbstzweck, denn mit seinem eigenen Tod verschwindet die Fähigkeit zur Belästigung und zum Handeln. | |||
Der 11. September kehrt diese Analyse um. Einzelpersonen dachten, dass der Akt der Gewalt bis zum Ende, einschließlich des Todes. Der Nihilismus ist äußerst beunruhigend für die beruhigte Vision des klassischen Terrorismus. Geweihte Begriffe wie "Asymmetrie" oder "schwache Waffen" haben diese Auffassung einer begrenzten Fähigkeit, terroristische Handlungen als solche zu schädigen, verstärkt. | |||
== 11.09.: Befragung aller Vorurteile des Optimismus? Die undenkbare terroristische Gewalt in der Stadt == | |||
Der moderne Westen, seit Descartes, hat die Technologie sowohl zu einem Mittel der Domestikation unserer unmittelbaren Umgebung als auch zu einem Modus gemacht, in dem der Mensch im Namen seiner eigenen Fähigkeiten und Intelligenz auf die Materie und sein Universum einwirken kann. Das Bild der Stadt, das der Kalte Krieg unserem kollektiven Unbewussten bis 9/11 hinterlassen hat, ist das eines Territoriums, das durch ein Niemandsland aus Stacheldraht, Minenfeldern und Raketen gesichert ist. | |||
Die öffentliche Meinung in den westlichen Ländern ist durch eine Zurückweisung der Stadt als spezifisches Territorium strategischer Bedrohungen gekennzeichnet. Das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer geschützten Welt, weil sie zivilisiert ist, hat in der öffentlichen Meinung den Abstieg des Terrorismus in den Status eines Epiphänomens gerechtfertigt, das als notwendiges und der Moderne verpflichtetes Lösegeld bezeichnet wird. | |||
Das amerikanische Territorium durch Anti-Terror-Arrangements konnte nur als Insel gelebt werden, die besonders vor größeren Terroranschlägen geschützt ist. In den Vereinigten Staaten war das Gefühl kollektiver Sicherheit umso stärker, als das Vereinigte Königreich 1812 in Washington intervenierte, als die Amerikaner nie direkt auf dem Festland betroffen waren. | |||
== Das Ende des Status der "Unschuld" angesichts einer absoluten Bedrohung == | |||
Die Anschläge vom 11. September haben alle Darstellungen zerschlagen, die uns in Bezug auf unser eigenes Schicksal beruhigt haben. Für den Philosophen Jacques Derrida ist dies ein "Großereignis der Geschichte", denn es ist das erste Zeichen absoluten Terrors, in dem die moderne Welt von "anonymen, absolut unberechenbaren und unberechenbaren Kräften" projiziert wird. Wir alle werden jetzt in eine Welt der Unsicherheit projiziert, als Teil der Dekonstruktion des Begriffs Terrorismus. | |||
11/09 stammt aus der Dekonstruktion des vom Philosophen behaupteten Terrorismusbegriffs. Die große Zahl der Opfer besiegelt die Revision der terroristischen Auslegung. Der 11/09 reichte weit über Pearl Harbor hinaus, dessen Verlust an Menschenleben dreimal geringer war als der von Pearl Harbor. | |||
Die Asymmetrie der Mittel ist nicht mehr die Garantie für einen begrenzten Schaden. Die Vorstellung von "Waffen der Schwachen" steht nicht im Widerspruch zur Vorstellung von unbegrenzter Gewalt. Opfer sind nicht mehr politisch definiert, sie können aus allen Gesellschaftsschichten, allen Altersstufen, allen Glaubensrichtungen und allen Gesellschaftsschichten stammen. | |||
Bin Laden erinnert uns in seinem Interview mit ABC im Mai 1998 daran, dass er bei den Amerikanern nicht zwischen militärisch und zivil unterscheiden muss, da sie alle Ziele sind. Im Islam gibt es ein Tötungsverbot, insbesondere für Muslime. Aufrufe durch Bin Ladens Leutnants, damit Moslems USstadtzentren verlassen, um Al-Qaida' s Vergeltung zu vermeiden, die der Richtung der permanenten und globalen Drohung hinzugefügt wird. | |||
=De nouveaux concepts stratégiques= | =De nouveaux concepts stratégiques= | ||
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Version du 18 février 2018 à 20:05
Les tours du World Trade Center en feu après les impacts des vols AA11 et UA175.
| Faculté | Faculté des sciences de la société |
|---|---|
| Département | Département de science politique et relations internationales |
| Professeur(s) | Rémi Baudoui[1] (2011 - ) |
| Enregistrement | 2014, 2015 |
| Cours | Terrorisme et relations internationales |
Lectures
- Le terrorisme ou les terrorismes ? De quelques considérations épistémologiques
- Sécurité nationale et lutte antiterroriste : l’exemple de l’Amérique latine
- Internationalisation des luttes et émergence du terrorisme international
- Relations internationales et lutte contre le terrorisme international
- Les États-Unis et le nouvel ordre international
- Géopolitique du Moyen-Orient
- Les ruptures du 11 septembre 2001
- Al-Qaida ou la « géopolitique du terrorisme radical »
- Lutte antiterroriste et refondation des relations transatlantiques
- Le Printemps arabe contre le terrorisme : enjeux et perspectives
- Le « homegrown jihadism » : comment prévenir la catastrophe terroriste ?
Der 11. September 2001 ist ein bedeutendes Ereignis zu Beginn des 21. Jahrhunderts, das in einer Logik des absoluten Bruchs bis zu dem Punkt gedacht ist, dass der 11. September 2001 oder der 11. September 2001 in englischer Sprache als ein Ereignis qualifiziert werden kann, das das Ende des 20. Jahrhunderts oder den Beginn des 21.
« Die Tragödie vom 11. September markiert das Ende einer Periode, die 1989 mit dem Fall der Berliner Mauer und dem Zusammenbruch des Sowjetreichs begann. Wir wussten bereits, dass unsere traditionellen Feinde zu Partnern geworden waren und unsere Verbündeten zu harten Konkurrenten geworden waren. Wir sind brutal in die Ära der terroristischen und kriminellen Kriegsführung eingetreten. »
— Daniel Martin, Sonderberater des OECD-Exekutivdirektors.
Das sind Worte, die auf die Schließung einer Klammer schließen lassen, nämlich die Zeit zwischen dem Fall der Berliner Mauer und dem 11. September als Zeit der Phantasie einer neuen internationalen Ära, und plötzlich stellt sich heraus, dass das 19.
Kontinuität des 11/09
World Trade Center als Ziel
Twin Towers sind seit den 1980er Jahren ein potentielles Ziel, denn die Herausforderung besteht darin, die Orte der amerikanischen Macht zu zerstören. Es gibt eine symbolische Dimension starker Zerstörung, denn das Wolrd Trade Center ist das Herzstück des globalen Kapitalismus und der internationalen Angelegenheiten.
Während der gesamten Geschichte des Baus von Manhattan ist die Architekturgeschichte von Manhattan die des Mannes, der immer am meisten bauen wird. Die Twin Towers bedeuteten den Triumphalismus des amerikanischen liberalen Wirtschaftsmodells. Es handelt sich um ein ikonisches Bild mit einer Summe von Darstellungens véhiculées.
Der erste Angriff fand am 26. Februar 1993 statt, als ein mit 680 kg Nitrat-Sprengstoff beladener Lastwagen in einer Tiefgarage im Nordturm zerfiel, sechs Menschen tötete und 1042 verwundete. Die Ausdehnung des Schadens, ein 30 x 60 Meter großer Krater über 5 Kellergeschosse und die Unsicherheit über die Beschädigung der zentralen Tragsäulen (nur eine davon war leicht betroffen) führten dazu, dass die beiden Türme mehrere Monate geschlossen blieben. Nach Angaben des Architekten des World Trade Centers wäre der Turm eingestürzt, wenn der Lastwagen näher an den Fundamenten platziert worden wäre. Sechs islamische Extremisten, darunter Ramzi Yousef, wurden zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nidal Ayyad, ein islamistischer Aktivist, verkündete bei seinem Prozess 1993 in den Vereinigten Staaten, dass "das World Trade Center weiterhin eines unserer Ziele in den Vereinigten Staaten sein wird, wenn unsere Forderungen nicht erfüllt werden.
Ramzi Yousef schickte einen Brief an die New York Times nach dem Bombenanschlag, der sein Motiv zum Ausdruck brachte:
"We are, the fifth battalion in the Liberation Army, declare our responsibility for the explosion on the mentioned building. This action was done in response for the American political, economical, and military support to Israel, the state of terrorism, and to the rest of the dictator countries in the region.
Our Demands Are:
1 – Stop all military, economical, and political aid to Israel.
2 – All diplomatic relations with Israel must stop.
3 – Not to interfere with any of the Middle East countries interior affairs.
If our demands are not met, all of our functional groups in the army will continue to execute our missions against the military and civilian targets in and out the United States. For your own information, our army has more than hundred and fifty suicidal soldiers ready to go ahead. The terrorism that Israel practices (which is supported by America) must be faced with a similar one. The dictatorship and terrorism (also supported by America) that some countries are practicing against their own people must also be faced with terrorism.
The American people must know that their civilians who got killed are not better than those who are getting killed by the American weapons and support.
The American people are responsible for the actions of their government and they must question all of the crimes that their government is committing against other people. Or they — Americans — will be the targets of our operations that could diminish them."
Angriffe auf Verkehrsflugzeuge
Der Einsatz von Zivilflugzeugen zur Vernichtung ist bereits dokumentiert. Der bekannteste Fall ist ein Projekt von Ramzi Youssef aus dem Jahr 1995, der den ersten Angriff auf das World Trade Center entwarf, mit dem Ziel, 11 Flugzeuge amerikanischer Fluggesellschaften, die Asien und Kalifornien verbinden, zu explodieren. Die erwartete Zahl der Opfer betrug 4.000 in 48 Stunden.
Der Einsatz von Messern zur Entführung von Verkehrsflugzeugen war der japanischen Roten Armee bereits mit Schwertern bekannt.
Der Einsatz eines Zivilflugzeugs zur Vernichtung der Zivilbevölkerung wurde im Dezember 1994 mit GIA mujaheddin durchgeführt, der einen Airbus der Air France in Algier entführte. Sie werden in Marseille durch das GIGN-Objekt neutralisiert. Ihre Idee war es, das Flugzeug über der Hauptstadt in die Luft zu sprengen oder auf ein symbolisches Denkmal zu werfen.
Die Diagnose lautet, dass sich die Anschläge vom 11/09 in keiner Weise von allen im Laufe der Geschichte analysierten Formen des Terrorismus unterscheiden. Sie wurzeln in einer bekannten Geopolitik und Geostrategie des Endes des Kalten Krieges. Obwohl sie der breiten Öffentlichkeit die Existenz von Al Qaida Al Sulbah offenbart haben, haben sie es in keiner Weise historisch erschaffen.
Der wichtigste Beitrag der Ereignisse vom 11. September ist die Offenbarung von Al Qaida. Al Qaida existierte vor dem 11. September, aber es ist ein tragisches Ereignis, das plötzlich die Macht einer Organisation erhöht, als die gesamte Geschichte des Terrorismus der Gedanke einer allgemeinen Gewalt geringer Intensität war, die zu einer Inversion führte.
11/09 Fracture
Der "asymmetrische Krieg"
Die Anschläge vom 11.09. fanden in extrem kurzer Zeit statt. Zwischen dem ersten Aufprall auf den Nordturm und seinem Zusammenbruch dauert es 2 Stunden. 08.
Vier Flugzeuge werden gleichzeitig von 19-köpfigen Kommandos entführt:
- 8 heures 46 : le vol 11 du Boeing 767 d’American Airlines détourné percute la section supérieure de la tour Nord du WTC. S’encastrant entre le 93ème et le 99ème étage, l’explosion du kérosène enflamme plusieurs étages inférieurs, dont le hall d’entrée West Street.
- 9 heures 03 : le Boeing 767 détourné, vol 175 de United Airlines s’encastre entre le 77 ème et le 85 ème étage de la tour Sud. Quinze minutes plus tard, une épaisse fumée étouffante gagne le 90 ème étage et les étages supérieurs.
- 9 heures 37 : le Boeing 757 d’American Airlines du vol 77 détourné s’écrase sur le mur ouest du Pentagone à Washington D.C. L’ordre d’évacuation complète de la zone d’impact est donné à 9 heures 55, trois minutes plus tard le bâtiment s’effondre.
- 9 heures 58 : la Tour Sud du WTC s’effondre en dix secondes provoquant la mort instantanée de tous les employés et personnes de secours se trouvant à l’intérieur.
- 10 heures : s’écrase un Boeing 757 d’United Airlines près de la ville de Pittsburgh en Pennsylvanie, suite à l’intervention des passagers contre le commando terroriste.
- 10 heures 28 : la Tour Nord s’effondre également. Le nombre officiel de personnes tuées dans le World Trade Center est de 2985 : 265 passagers des quatre avions détournés, 125 civils et militaires au Pentagone, 343 pompiers de New York, 23 policiers. Le reste est principalement composé des employés et des visiteurs se trouvant dans les tours. Au total, ce sont les représentants de plus 62 nationalités qui trouvent la mort dans une action terroriste rigoureusement planifiée.
Die Zeit ist extrem kurz mit einer Verkürzung der Geschichte. Mit dem Versuch, das Aufeinanderprallen der politischen Themen zu verstehen, taucht etwas Unvorstellbares auf. Fiktion wird Realität. Dies ist sehr wichtig, um die amerikanische Gesellschaft zu verstehen, die wirklich auf dem Bild funktioniert, das das ikonische Bild macht und es heilig gemacht hat, so dass das Virtuelle eine Dimension der Realität hat. Jean Baudrillard zeigt in Amerika, dass die amerikanische Gesellschaft eine Gesellschaft ist, die viel am Image arbeitet.
Das Konzept der Weltereignisse
Die Ereignisse des 11. September sind ohne Bezugnahme auf die Medienwirkung nicht zu verstehen. Es ist ein absolutes Medienereignis, denn wir haben die ersten Amateurbilder. Das sind Bilder, die eingefangen werden und sofort gesendet werden und Angst auslösen. Die ersten Bilder der Amateure zeigen die Einbettung der Flugzeuge in die Türme und werden mit einer sehr geringen Verzögerung auf allen Fernsehkanälen ausgestrahlt. Die Medien am Tatort schnappten sich die ersten Überlebenden, die am Fuße der Türme standen, und die Bewegungen und Aufrufe der Arme all derer, die sich durch Feuer auf den Fußböden blockiert fühlten.
Noch mehr als bei den Olympischen Spielen 1972 in München, einem der ersten wirklich hochkarätigen Terrorereignisse, ist es das Spektakel des lebenden Todes, das den Zuschauer erschreckt. Der Panik-Effekt geht über die Rationalität hinaus.
In den folgenden Minuten ist es der Beinahe-Zusammenbruch der beiden Türme, der den unheilbaren Tod von Tausenden von Opfern in den Ruinen bezeugt, während die Kameras auch die verzweifelte Flucht der Passanten in den angrenzenden Straßen filmen. Der Tod wird zum Spektakel mit all der Tragödie und dem Pathos.
Die Medienberichterstattung über die Anschläge treibt sie sofort in den Status eines globalen Ereignisses
Das Geschehen ist ohne Soundtrack bzw. mit Hintergrundgeräuschen mit deutlich hörbaren Plädoyers, Schreien und Schreien beobachtbar. Früher waren die Gefühle von Rebellion und Ungerechtigkeit geprägt von Unverständnis, Angst, Stupor und Terror. Die Verleugnung von "I can't believe it" ist in erster Linie der offensichtlichste Ausdruck der New Yorker, aber auch hilfloser Zuschauer vor dem Fernseher.
Es ist ein Katastrophenfilm in Originalgröße. Die Veranstaltung steht im Einklang mit der Kultur der Katastrophenfilme von Hollywood-Produktionen, die unwiderstehlich an Fiktion erinnern, indem sie die Realität und unsere Vorstellungskraft transzendiert. Das "Das ist größer als das Leben" spiegelt den wahren Alptraum wider, dem sich jeder stellen und zähmen muss, um weiterleben zu können.
Das journalistische und fernsehtechnische Verfahren ist das des Loopings. Wiederholung macht das Symbol. Ikonenbilder haben soziale Funktionen, die nicht nur selbstgefällig, sondern auch subversiv sein können. Kontinuierlich und obsessiv durchgeschleift, verweisen diese Bilder direkt auf andere ikonische Bilder der tragischen Geschichte der amerikanischen Nation, die, da sie sich nur auf reine Emotionen beziehen.
Die Bilder erinnern an den Flugversuch der letzten vietnamesischen Männer, die auf dem Dach der US-Botschaft gehisst wurden, als die Vietminh Saigon betraten, Diejenigen des nackten kleinen Mädchens, das mit Napalm verbrannt wurde, das aus der Kampfzone weglief, oder die von John Fitzgerald Kennedys Ermordung, die auch zwangsweise auf Fernsehsendern ausgestrahlt wurde. Der Eingang der beiden Flugzeuge in die Fassaden und die darauf folgenden gewaltigen Explosionen und Trümmerflüge erinnern an das Bewegungsbild der Präsidentenlimousine.
Das Individuum, das durch das Gewicht des Ereignisses zerquetscht wird.
Der abrupte Todeseintritt ohne offensichtliche Erklärung zerquetscht jeden einzelnen seiner Beweise und macht die Empfindung, Albert Camus' Ausdruck von "der Absurdität der menschlichen Existenz" zu verwenden, noch bitterer. Das Ereignis ist im Moment unverständlich und bedeutungslos. Es gibt niemanden, der erklären kann, dass es sich einerseits um Terrorismus handelt und andererseits um die Arbeit von Al-Qaida.
Die Ereignisse des 11/09, um Baudrillard zu zitieren, beziehen sich auf "das absolute Ereignis, die Mutter der Ereignisse, auf das reine Ereignis, das sich darin konzentriert, auf alle Ereignisse, die nie stattgefunden haben".
Die Dramaturgie des Ereignisses ist im Laufe der Zeit stärker geworden, da die Berichterstattung beispiellos war und alle anderen Nachrichten aus den Nachrichten evakuiert wurden, wobei CNNs gesamter Medienraum in einer Art visueller Pornografie besetzt wurde, die eine Art morbide Faszination auf Bilder ausübt, die niemals ihre Fülle, Emotion oder Gewalt verlieren. Die Printmedien blieben viele Monate lang im Einklang mit dem Fernsehen, wenn es um die Ereignisse vom 11.09. ging.
Wenn das Ereignis nicht mehr verstanden werden kann, kann es nicht mehr verarbeitet werden. In den Türmen war das Call Center nicht in der Lage, die Veranstaltung zu managen. Das Ereignis in seiner Hülle hat eine so tragische Dimension, dass es eine traumatische Dimension hat.
Die Dekonstruktion des Begriffs Terrorismus
Die ersten Horrorgefühle wurden durch die herzzerreißenden Revisionen verschärft, die die Anschläge vom 11. September vor Ort im Bereich der üblichen Wahrnehmung des Terrorismus und des terroristischen Aktes am Ende des 20.
Grundsätzlich wird es eine Dekonstruktion des Begriffs Terrorismus geben. Der erste Bedeutungsverlust ist die komfortable Frage des Terrorismus als "Akt zivilisierter Barbarei". Es gibt das Konzept der Unschuld. In einem Bin Laden Fatwa gibt es keine unschuldigen Menschen. Elementare Darstellungen des Terrorismus stützen zunächst allgemein die Annahme, dass Opfer nie wirklich zufällig ausgewählt werden. In den Gerechten beschreibt Albert Camus einen Terrorismus, der Autorität besitzt und versucht, Unschuldige zu verschonen.
Der Modus operandi des internationalen Terrorismus in den 1970er und 1980er Jahren hat diese Interpretation durch einige seiner gezielten und spektakulären Aktionen verstärkt. Die Ermordung eines Anti-Terror-Richters, Polizeibeamten, Leibwächters, Chefs oder hochrangigen Beamten bezieht sich auf die Vorstellung einer Elite und einer Sphäre an der Spitze der sozialen Hierarchie, die die Normen und Werte legitimer Gewalt festhält.
Der Terrorismus wird dann auf ein Klassenverhältnis zurückgeführt, von dem man ausgeschlossen und durch die Zugehörigkeit zur Mittelschicht distanziert wird. Je nach den Umständen und ideologischen Ansprüchen terroristischer Gruppen trägt jede Gemeinsamkeit mit Terroristen, egal wie klein ihre religiöse, soziale und kulturelle Herkunft auch sein mag, sowie das Teilen eines Teils ihrer Analysen, bis sie Einfühlungsvermögen gegenüber ihnen zum Ausdruck bringen, zu einer Logik der Psyche bei, die zu einem Gefühl der Entfremdung von der Bedrohung führt.
Wenn der Terrorismus selektiv ist, wird der Terrorismus selbst als empathisch angesehen. Jeder Einzelne kann Gewalttaten sehen, aber ohne Sympathie gibt es eine Distanz. Sobald der Terrorismus nicht mehr selektiv ist, ist der Einzelne direkt betroffen.
Terrorismus: Eine traditionelle Affäre von "Optimismus-Bias"
In den Bereichen Bedrohung, Risiko und Katastrophe nutzen Personen, die mit Terrorismus konfrontiert sind, eine "Voreingenommenheit des Optimismus". Wir befinden uns in technologischen Gesellschaften, die "optimistische Voreingenommenheit" besteht darin, dass der Einzelne mit Situationen zu tun hat, in denen er keine Managementkompetenz besitzt. Optimistische Voreingenommenheit ist Vertrauen in eine Situation, die delegiert wird, um eine Voreingenommenheit zu gewährleisten, die es erlaubt, Dinge zu tun. Dies garantiert ihnen die Mittel, um in objektiven Situationen von Angst und Schrecken zu handeln und ihre Existenz in aller affektiven Ruhe und psychologischer Sicherheit allgemeiner aufzubauen.
Diese grundlegenden Darstellungen des Terrorismus legen nahe, dass jeder Mensch über intellektuelle Fähigkeiten verfügt, um jede Situation zu kontrollieren und zu vermeiden, die so gefährlich ist, dass sie allen Formen terroristischer Gewalt entkommen kann.
Diese erste Darstellung rechtfertigt die zweite, die darin besteht, zu glauben, dass die Terroristen selbst paradoxerweise eine Art Ehrenkodex einführen: Wie die Mafia möchte er sie auffordern, bestimmte Grenzen nicht zu überschreiten und bestimmte Formen der Gewalt zu verbieten, ebenso wie die Banditen auf den Hauptstraßen, die Witwen, ältere Menschen und Waisen in den Büchern von Épinal schützen. Gemeinsame Definitionen des Terrorismus in den 1970er Jahren haben diese Vorstellung implizit aus gemeinsamen Definitionen des Terrorismus abgeleitet.
Sie stellen den terroristischen Akt auf die Seite der reinen Rationalität, die mit angesammelten psychologischen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Frustrationen verbunden ist. Jeder Terrorismus, der einen Hauch von Wert und Ehre annimmt, stellt den Terrorismus auf die Seite der Vernunft. Der "terroristische Akt" würde keinen Nihilismus implizieren. Es wäre Teil einer vernünftigen Verwaltung des Zerstörungsaktes. Selbst wenn der Terrorist den Tod riskiert, ist es kein Selbstzweck, denn mit seinem eigenen Tod verschwindet die Fähigkeit zur Belästigung und zum Handeln.
Der 11. September kehrt diese Analyse um. Einzelpersonen dachten, dass der Akt der Gewalt bis zum Ende, einschließlich des Todes. Der Nihilismus ist äußerst beunruhigend für die beruhigte Vision des klassischen Terrorismus. Geweihte Begriffe wie "Asymmetrie" oder "schwache Waffen" haben diese Auffassung einer begrenzten Fähigkeit, terroristische Handlungen als solche zu schädigen, verstärkt.
11.09.: Befragung aller Vorurteile des Optimismus? Die undenkbare terroristische Gewalt in der Stadt
Der moderne Westen, seit Descartes, hat die Technologie sowohl zu einem Mittel der Domestikation unserer unmittelbaren Umgebung als auch zu einem Modus gemacht, in dem der Mensch im Namen seiner eigenen Fähigkeiten und Intelligenz auf die Materie und sein Universum einwirken kann. Das Bild der Stadt, das der Kalte Krieg unserem kollektiven Unbewussten bis 9/11 hinterlassen hat, ist das eines Territoriums, das durch ein Niemandsland aus Stacheldraht, Minenfeldern und Raketen gesichert ist.
Die öffentliche Meinung in den westlichen Ländern ist durch eine Zurückweisung der Stadt als spezifisches Territorium strategischer Bedrohungen gekennzeichnet. Das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer geschützten Welt, weil sie zivilisiert ist, hat in der öffentlichen Meinung den Abstieg des Terrorismus in den Status eines Epiphänomens gerechtfertigt, das als notwendiges und der Moderne verpflichtetes Lösegeld bezeichnet wird.
Das amerikanische Territorium durch Anti-Terror-Arrangements konnte nur als Insel gelebt werden, die besonders vor größeren Terroranschlägen geschützt ist. In den Vereinigten Staaten war das Gefühl kollektiver Sicherheit umso stärker, als das Vereinigte Königreich 1812 in Washington intervenierte, als die Amerikaner nie direkt auf dem Festland betroffen waren.
Das Ende des Status der "Unschuld" angesichts einer absoluten Bedrohung
Die Anschläge vom 11. September haben alle Darstellungen zerschlagen, die uns in Bezug auf unser eigenes Schicksal beruhigt haben. Für den Philosophen Jacques Derrida ist dies ein "Großereignis der Geschichte", denn es ist das erste Zeichen absoluten Terrors, in dem die moderne Welt von "anonymen, absolut unberechenbaren und unberechenbaren Kräften" projiziert wird. Wir alle werden jetzt in eine Welt der Unsicherheit projiziert, als Teil der Dekonstruktion des Begriffs Terrorismus.
11/09 stammt aus der Dekonstruktion des vom Philosophen behaupteten Terrorismusbegriffs. Die große Zahl der Opfer besiegelt die Revision der terroristischen Auslegung. Der 11/09 reichte weit über Pearl Harbor hinaus, dessen Verlust an Menschenleben dreimal geringer war als der von Pearl Harbor.
Die Asymmetrie der Mittel ist nicht mehr die Garantie für einen begrenzten Schaden. Die Vorstellung von "Waffen der Schwachen" steht nicht im Widerspruch zur Vorstellung von unbegrenzter Gewalt. Opfer sind nicht mehr politisch definiert, sie können aus allen Gesellschaftsschichten, allen Altersstufen, allen Glaubensrichtungen und allen Gesellschaftsschichten stammen.
Bin Laden erinnert uns in seinem Interview mit ABC im Mai 1998 daran, dass er bei den Amerikanern nicht zwischen militärisch und zivil unterscheiden muss, da sie alle Ziele sind. Im Islam gibt es ein Tötungsverbot, insbesondere für Muslime. Aufrufe durch Bin Ladens Leutnants, damit Moslems USstadtzentren verlassen, um Al-Qaida' s Vergeltung zu vermeiden, die der Richtung der permanenten und globalen Drohung hinzugefügt wird.
De nouveaux concepts stratégiques
La guerre contre le terrorisme
La transformation du discours politique de Al-Qaeda et le 11 septembre est une véritable rupture. L’étude sémantique du vocabulaire désormais employé témoigne du séisme que représente le 11/09.
Depuis la base aérienne d’Offut sur laquelle s’est posé Air Force One, le président Georges W. Bush donne le ton en lançant dans sa conférence de presse de quinze heures le célèbre « nous sommes en guerre ». L’utilisation de ce terme est très dangereux parce que la guerre est régulée par des traités dans un système de relations internationales étant le privilège dévolu aux États-Nations depuis le traité de Westphalie. En disant « nous sommes en guerre », George Bush va fabriquer une rupture entre la vision du terrorisme et la guerre. Il met Ben Laden au niveau d’un partenaire militaire.
Cette affirmation estompe à jamais ce qui fondait la distinction théorique entre guerre et terrorisme. Depuis le XIXème siècle, le terrorisme a toujours été défini comme un substitut à la guerre, mais jamais comme un acte de guerre. La guerre par opposition au terrorisme n’existe, comme l’a signifié Clausewitz, que dans la relation et l’adéquation entre la fin politique [Der Zweck] et le but de la guerre [Das Ziel]. Elle est la continuation de la diplomatie et de la politique par d’autres moyens. Elle présuppose une intervention inscrite dans l'espace dans le temps déterminée du conflit et de la sortie de la guerre.
Sur le plan juridique, elle est codifiée par le droit international de la guerre et le droit humanitaire des conventions de Genève et de La Haye.
L’émergence d’un discours de la guerre
Le 12/09 Georges W. Bush déclare que « les attaques délibérées et meurtrières qui ont été menées hier contre notre pays étaient plus que des actes de terreur. Elles étaient des actes de guerre ». Bush déplace les frontières entre terrorisme et guerre. Il met à mal tant la définition usuelle de la guerre que celle du terrorisme. George Bush va engager l’État-Nation contre le terrorisme situant le terrorisme comme une affaire internationale consacrant Ben Laden comme un interlocuteur militaire.
Le paradoxe est ce qui fonde l’acte terroriste qui est une attaque-surprise sans déclaration de guerre à l’encontre de cibles majoritairement civiles devenant par la force des mots un acte militaire en forme de déclaration de guerre.
Le 16/09, Bush évoque la « première guerre du XXIème siècle » L’emploi du mot « guerre » instaure Ben Laden comme l’adversaire et légitime paradoxalement le combat de Ben Laden même s’il incarne le Mal contre la lutte pour le Bien que doit engager la nation américaine dans la guerre contre le terrorisme. C’est une redéfinition de la politique américaine sur la guerre.
Ben Laden et Bush deviennent deux métonymies pour faire indifféremment référence à la guerre. La « stratégie Ben Laden » annonce donc une riposte d’ordre militaire.
C’est ce que confirme le secrétaire d’État Colin Powell lorsqu’il proclame dès le 13/09 que « dans certains cas, la guerre peut être une action militaire, mais elle peut aussi être une action économique, politique, diplomatique ou financière ». Le 11 septembre a renversé la donne géopolitique. Les États-Unis qui étaient dans une vision impériale autistique vont tout d’un coup redevenir une puissance agressive ou volontariste sur le plan des relations internationales et aussi en termes d’action. On va réutiliser les instruments mêmes de la puissance américaine.
La guerre n’existe que parce qu’elle va pouvoir s’arrêter. Elle s’inscrit dans le cadre des relations internationales. Faire la guerre est avoir conscience d’une certaine forme de force qui va pouvoir imposer à l’ennemi un retour à une certaine forme de relations diplomatiques. Ce qui est important lorsqu’on engage la guerre est de pouvoir sortir de la guerre. George Bush va effacer la frontière de la guerre. La déclaration de guerre va le projeter ailleurs que sur le territoire américain.
Un discours de la guerre repris in extenso par les médias
L’agression qualifiée de premier « Pearl Harbor terroriste » du XXIème siècle permet aux médias de signifier que par leur échelle de destruction, les attentats kamikazes ne peuvent plus être qualifiés d’actes terroristes, mais d’actes guerriers. Le célèbre « War on Terror » fleurit au bas des écrans de CNN.
Pour Edward W. Saïd, l’absence de volonté de différenciation par la grande majorité de l’opinion a justifié la mobilisation patriotique sans discernement. Les médias vont intégrer les paroles de George Bush, mais sans pouvoir les contester.
En Allemagne, Jürgen Habermas s’est alarmé de la décision prise de déclarer la guerre au terrorisme dans la mesure où cela lui a donné de fait une légitimité politique. Il s’est inquièté de la possible perte de légitimité des gouvernements démocratiques en raison de la lutte menée contre un adversaire inconnu.
Les attentats du 11 septembre ont obligé à repenser la notion de terrorisme soulevant un paradoxe : ils ont facilité sa reconstruction, même si au demeurant sa redéfinition demeure toujours sujette à caution tant elle semble être déterminée par un ensemble de certitudes qui dénient la notion d’indétermination du risque pourtant consubstantielle à l’essence même du terrorisme. Il y a un recentrement de la question du terrorisme par la guerre qui ne nécessite plus les moyens de la lutte antiterroriste.
Une théorie du nouveau terrorisme
Le terrorisme international a définitivement disparu et nous serions entrés dans une nouvelle ère du terrorisme qui serait une ère globalisée parce que le discours de Al Qaeda est d’abord un discours d’une globalisation du terrorisme. Il y a un nouveau terrorisme qui nécessite des réponses militaires.
Le 11/09 a bousculé l’idée de la seule action groupusculaire circonscrite dans l’espace et dans le temps en raison de capacités limitées de nuisance et de l’enjeu territorial de la lutte à mener. Il s’agit d’interventions minutieusement préparées qui jouent du temps et de l’espace pour cibler des objectifs et frapper vigoureusement. L’asymétrie des moyens du terrorisme jusque-là vécue comme une faiblesse relève désormais de la force par sa capacité à déjouer par la ruse toutes les barrières dressées contre lui.
Les spécialistes du terrorisme ont consacré la notion de « Low Tech » par opposition au terrorisme « High Tech » pour caractériser le mode opératoire du 11/09. Le « Low Tech » recouvre également la « productivité » forte de ce type d’attentat à savoir un coût « d’investissement » faible en termes d’infrastructure et logistique, avoisinant les centaines de milliers de dollars pour un montant global de dommages estimé aujourd’hui à plus de sept milliards de dollars.
Un terrorisme qui se joue efficacement de la « société du spectacle »
Le situationnisme est un courant qui dit que le monde est entré dans une telle modernité qu’on ne peut le remettre en cause parce qu’on est rentré dans une société du spectacle.
Al-Qaida joue de l’impact médiatique que sa terreur occasionne. Il a une maitrise des médias très maitrisée. Al Qaeda va très vite comprendre l’importance des médias dans la diffusion de ses idées et la diffusion de la terreur. Cela va permettre de tenir les médias. La stratégie est celle d’une communication par les médias. Ben Laden est présenté comme un héros qui le relie à la dimension prophétique de Mahomet. Il y a l‘émergence d’un pouvoir symbolique qui se construit contre l’occident et l’impérialisme américain.
La médiatisation est fondée sur une opposition sémantique. Il n’y a pas de revendication immédiate de Al Qaeda le 11 septembre. Il y a un vide qui rend les choses encore plus terribles parce qu’on ne comprend pas et progressivement Al Qaeda entre en scène. Un important glissement stratégique s’opère au détriment de l’acte purement militaire au profit de la destruction de cibles à forte dimension symbolique. Tout ce qui est au niveau des représentations faites sens et symbole de l’occidentalisation comme processus technique, social, culturel et politique peut être élevés au rang de cible la ville est devenue une bastille à occuper ou à frapper dans son organisation et sa production.
De nouvelles modalités de lutte
Selon les confessions [non confirmées] d’un combattant d’Al-Qaida capturé en Afghanistan, le détournement d’un avion civil pour le précipiter sur un réacteur nucléaire avait déjà été envisagé. Cela va obliger les États occidentaux à réfléchir à de nouvelles modalités de sécurisation des transports aériens.
D’autre part, ma fabrication à partir de déchets radioactifs d’une « bombe radiologique » appelée encore « bombe sale » est jugée de l’ordre du possible par les experts du domaine. Al-Qaida a déjà tenté de se procurer des données techniques quant à la fabrication des armes nucléaires et des armes chimiques. De nouvelles menaces apparaissent.
Une nouvelle organisation de l’action terroriste
La menace traumatique est qu’une forme de terrorisme nouveau est en train d’émerger prenant une forme structurelle nouvelle. La redéfinition du terrorisme à l’heure d’Al-Qaida intègre les formes inédites que ce dernier a bâties dans l’organisation de la terreur.
Les réseaux de résistance constitués par les français sous l’occupation allemande ou encore ceux du FLN, pendant la « guerre d’Algérie », se présentaient sous forme d’organisations pyramidales, hiérarchisées fonctionnant sur un modèle centre-périphérie destiné à couvrir tous les territoires potentiels d’actions coup de poing et de conflits potentiels. L’identification des membres de chaque cellule et des contacts entre les groupements, obtenue le plus souvent par l’usage régulier de la torture, permettait de remonter jusqu’aux responsables. L’arrestation des chefs militaires et politiques était définie comme une priorité́ pour mieux décapiter l’ensemble d’un réseau subversif.
Il y a un mimétisme de la modernité d’aujourd’hui par le terrorisme d’aujourd’hui. Le multinational vont créer des cellules autonomes sur leur territoire. Un système pyramidal est un système trop lourd et trop peu efficace. La multinational fonctionne sur un modèle d’horizontalité voulant avoir un point qui comprenne comment cela fonctionne et ensuite est rendu automne chaque cellule productive pour être adaptée au territoire qu’elle exploite. Il faut autonomiser la structure qui va s’insérer et s’adapter aux conditions de développement. Le système d’horizontalité fait qu’il y une fonctionnement autonome.
Le réseau Al-Qaida, de dimension internationale, bien que comprenant un centre névralgique – celui de ses chefs politiques et militaires – existe d’abord par un système d’a-centralité que confère la structuration des différentes branches divisées pour chacune d’entre elles en cellules autonomes nommées « anqud » [grappes de raisin]. Les contacts entre cellules et supérieurs sont strictement limités au point que personne ne peut appréhender l’espace entier de son réseau et de ses ramifications.
C’est la même chose pour la structure d’Al Qaeda qui a été pensé comme une structure très actuelle puisque c’est un système qui n’est pas central. Derrière, il y a une autonomisation absolue des cellules. Al Qaeda va se vendre comme une marque. Une structure émet des ordres, mais en même tant n’a pas prétention à structurer un champ de violence verticale absolue. Lorsqu’un groupe terroriste veut faire un attentat, il suffit qu’il se revendique d’Al Qaeda pour que ce soit Al Qaeda. Dans la lutte contre Al Qaeda, des difficultés nouvelles apparaissent. Ce sont des potentialité de violence qui peuvent apparaitre dans n’importe quel contexte, n’importe où, et dans d’importe quelles conditions. Dans Al Qaeda, il y a une dimension moderne de la structure qui renvoie à notre société occidentale.
Les acquis stratégiques de la nébuleuse
La structure d’Al Qaeda est une conception en forme de nébuleuse. Opter pour l’expression de « nébuleuse » plutôt que de celle de « réseau » à propos d’Al-Qaida rend compte de la complexité des systèmes d’action, de décision et de financement. Au-delà d’une doctrine très générale fixée sous la forme des fatwas et des appels incessants au jihad, il n’existe donc pas de véritable chaîne organique de responsabilités ou d’autorités pour agir.
L’initiative d’action demeure décentrée, autonomisée et entremêlée à la fois par les motivations supérieures des fatwas et des enjeux géostratégiques plus locaux et contextualisés. Il n’y a plus d’espace de responsabilité hiérarchisé. Les choses sont très complexes, ce n’est pas simplement une violence globalisée, mais il y a des revendications globales qui peuvent rencontrer le concept de globalisation ou qui peuvent s’opposer. Des mouvements extrêmement violents vont réfuter Al Qaeda parce qu’Al Qaeda peut être dangereux pour eux-mêmes.
Les attentats de Madrid montrent qu’on est dans un nouveau schéma. Il n’y a pas de relation directe entre espace et temps de l’action. La préparation d’un attentat peut mobiliser des énergies très éloignées du théâtre réel des opérations. « Les opérationnels » peuvent être sur place ou venir également d’un territoire étranger. L’absence de revendication immédiate des actes terroristes par le mouvement surajoute à cette sensation d’insécurité perçue par un adversaire plus caché et enfoui que directement visible, reconnu et même accrédité.
La guerre préemptive
Comme on entre dans la guerre, des concepts militaires vont se constituer engageant une nouvelle guerre moderne. Cela consiste à dire qu’il faut étudier le djihad international et faire la guerre au terrorisme dans les pays porteurs du terrorisme. Cela va permettre l’émergence des guerres préemptives.
Par l’importance des destructions matérielles et du nombre des victimes, les attentats du 11/09 ont défié les représentations conventionnelles de l’action terroriste. Le combat présent du nouveau terrorisme comme celui des antiterroristes se décrit plus comme celui d’une véritable guerre moderne. Pour la puissance américaine, le combat sans merci à promouvoir contre les réseaux d’un jihad internationalisé justifie la lutte contre les bases arrières installées dans des États accommodants. Cela va permettre de redéfinir une géopolitique au Moyen-Orient pour contenir les Rogue State et les faire tomber.
La guerre contre le terrorisme peut s’appliquer contre des États soutenant le terrorisme, mais également contre ceux détenant des armes de destruction massive ou susceptible de transférer tout ou une partie de ces moyens à des groupuscules terroristes. La guerre préemptive est profondément ancrée dans l’idéologie individualiste et libertarienne de la démocratie américaine. C’est l’idée selon laquelle l’action préalable relève de la légitime défense en matière de conflit potentiel, marque l’histoire de la première puissance mondiale.
Le concept la légitime défense est posée comme un droit moral qui reposerait tout autant sur la défense des droits de l’homme que sur l’efficacité sociale et culturelle du modèle démocratique. Apparaît le concept de la capacité à intervenir qui appliquée à l’encontre des guerres de subversion ou de rébellion, elle a permis de justifier l’usage de la force militaire sur bien des continents, dans bien des aires régionales comme l’Amérique centrale, le Sud-Est asiatique ou encore l’Afrique centrale. Le bombardement des villes Libyennes en 1986 par les forces américaines a souligné la permanence de cette vision de la guerre préemptive. L’après 11/09 s’ouvre comme une ère de renouvellement de ce principe de guerre conforté par la suprématie militaire de l’hyperpuissance des États-Unis.
L’application de la guerre préemptive après le 11 septembre
Le contentieux avec l’Irak a offert au gouvernement américain, l’opportunité de consacrer la notion d’État-voyou, [Rogue States], soit une nation hors la loi qui par sa politique intérieure comme extérieure représente une réelle menace pour ses voisins et le reste du monde. Dans le cadre de la première guerre du golf, il s’agit de contraindre Saddam Hussein. Avec la deuxième guerre du golf, on décide de faire tomber le régime. La dénonciation d’armes de destructions massives comme les liens affirmés entre le régime baasiste de Saddam Hussein et le terrorisme international ont été les arguments utilisés pour justifier l’usage de la force militaire dans une guerre préemptive de légitime défense.
Le schéma de l’action diplomatique est inversé. Elle n’est plus un préalable nécessaire pour la recherche des solutions pacifiques. D’autre part, le recours à la force relève pour les États-Unis de sa légitimité et ne saurait souffrir d’aucune contestation au niveau des relations diplomatiques multilatérales. Il n’y a pas de diplomatie.
Un état de guerre permanente
La question à se poser est celle de savoir si ne nous serions pas rentré, avec ce modèle qui consiste à dire que le terrorisme est une guerre, dans une guerre permanente. Les évolutions du terrorisme contemporain et les bouleversements de ses modes opératoires rapportés aux évolutions géostratégiques de l’hyperpuissance américaine permettent de comprendre l’état de guerre permanent dans lequel le monde est aujourd’hui entré.
Du statut de l’exception la guerre antisubversive se perçoit comme un phénomène banal, ou pour le dire autrement s’apparente à un risque ordinaire de la modernité telle que le définit le sociologue Antony Giddens. Ce qui était exceptionnel devient de l’ordre de la normalité.
La notion de guerre post-moderne
Certains auteurs ont théorisé le concept de guerre post-moderne. Elle est moderne dans le sens que c’est un état de guerre qui s’efforce de rendre compte de ce changement de paradigme qui rassemble dans une même catégorie de pensée, d’une part, guerre et terrorisme ; et de l’autre « pacification démocratique » et redéploiement géoéconomiques. Ce sont des guerres paradoxales conduites au nom des droits de l’homme se présentant sous l’aspect d’un conflit éclair destiné à épargner les populations civiles et limiter les pertes humaines militaires.
La première guerre préemptive depuis les attentats du 11/09 est le conflit irakien qui confirme les évolutions opérées par la guerre post-moderne. La destruction systématique des réseaux de communication et des infrastructures techniques qui est un préalable obligé avant toute avancée des forces terrestres. C’est une guerre technologique qui consiste à détruire le système informationnel de l’ennemi. La « désorganisation du territoire » a pour objet de « fixer » l’adversaire sur des positions défensives pour mieux faciliter l’avancée rapide des troupes au sol. Cependant, les succès stratégiques immédiats ne peuvent masquer l’échec politique de l’entreprise. Depuis l’établissement de la pax americana, jamais la solution démocratique n’a semblé aussi éloignée. L’Irak est le théâtre d’un ensemble de guérillas qui revendiquent le pouvoir et dénoncent l’absence de légitimité des instances publiques et administrations mises en place par la coalition. Avec le temps, les troupes de libération sont perçues comme des troupes d’occupation.
L’usage de la force dans le cadre de la guerre préemptive a affaibli les règles internationales et diplomatiques instituées depuis la création de l’ONU. L’abandon des règles de gouvernance mondiale mises en œuvre dans le cadre du Conseil de Sécurité a ouvert la voie à la multiplication de conflits. Il y a un dispositif généralement d’affaiblissement des instruments de la gouvernance mondiale qui est inquiétant. Le premier XXIème siècle est le temps des guerres durables. Depuis le 11 septembre, nous vivons avec l’étrange sensation qu’il n’existe plus de véritable sanctuaire à l’abri de la barbarie humaine.
Annexes
- Weinstein, N. (1989) Optimistic biases about personal risks. Science. [Online] 246 (4935), 1232–1233.
- Weinstein, N. D. (1980) Unrealistic optimism about future life events. Journal of Personality and Social Psychology. [Online] 39 (5), 806–820.
Bibliographie
- Gilbert Achcar, Le choc des barbaries. Terrorismes et désordre mondial, Bruxelle, 2002
- Pascal Boniface, Les leçons du 11 septembre, Paris, Puf, 2001
- Jacques Derrida et Jürgen Habermas, Le « concept » du 11 septembre, Paris, Galilée, 2003
- Francis Fukuyama, The End of History and the Last Man, New-York, The Free Press, 1992
- Eric de La Maisonneuve, Jean Guellec (coordonné par), Un monde à repenser, 11 septembre 2001, Paris, Economica, 2001
- Sous La direction de Sylvie Kaufmann), 11 septembre un an après, L’aube, Le Monde ;
- Bernard Lewis, Que s’est-il passé ? , Paris, Gallimard, 2002
- Bernard Lewis, L’Islam en crise, Paris, Gallimard, 2003
- Olivier Roy, L’échec de l’Islam politique, Paris, Seuil, 1992 ; L’Islam mondialisé, Paris, Seuil, 2002 ;
- « Le terrorisme entre stratégie, psychiatrie et mise en scène », Critique, avril 2004.