« Terrorismus und internationale Beziehungen » : différence entre les versions

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The '''Terrorism and International Relations''' course examines the ways in which terrorism and its impacts interact with international relations issues and questions. Until the Cold War, the field of international relations, which was to be placed under the guise of diplomats and soldiers, paid little attention to terrorism. Terrorism had hitherto been experienced as a matter of state jurisdiction and thus interpreted as a localised "disorder" that threatens only those who are impregnated with it. With the Westphalian system of analysis, only the consequences for peace of an inter-State conflict could determine the evolution of international relations between powers.
Der Kurs Terrorismus und internationale Beziehungen untersucht die Art und Weise, wie Terrorismus und seine Auswirkungen mit Fragen und Problemen der internationalen Beziehungen interagieren. Bis zum Kalten Krieg schenkte der Bereich der internationalen Beziehungen, der unter dem Deckmantel von Diplomaten und Soldaten geführt werden sollte, dem Terrorismus wenig Aufmerksamkeit. Der Terrorismus wurde bisher als eine Angelegenheit staatlicher Gerichtsbarkeit erlebt und somit als eine lokalisierte "Unordnung" interpretiert, die nur diejenigen bedroht, die damit imprägniert sind. Mit dem westfälischen Analysesystem könnten nur die Friedensfolgen eines zwischenstaatlichen Konflikts die Entwicklung der internationalen Beziehungen zwischen den Mächten bestimmen.


With the completion of the first phase of the Relaxation, the dismantling of a Western order guaranteed by the American power, the new indirect East-West and North-South conflicts are redefining terrorism to fully integrate it into the relations between large systems and blocs. The '''barbaric/civilized dichotomy''' is elaborated as a true category of analysis and thus allows for the reclassification of the classic terrorist act in a simplified and globalized form. The notion of "'''international terrorism'''" symbolizes the integration of this form of violence into the theory of international relations and strategic thinking. The "good practices" of the barbaric/civilized dichotomy will be at the centre of many geopoliticians' and strategists' theories. The growing success of these analyses, in order to affect the representations of political actors on both sides of the Atlantic Ocean, has a direct impact on the representations of the field of international relations.
Mit dem Abschluss der ersten Phase der Entspannung, dem Abbau einer von der amerikanischen Macht garantierten westlichen Ordnung, definieren die neuen indirekten Ost-West- und Nord-Süd-Konflikte den Terrorismus neu, um ihn vollständig in die Beziehungen zwischen großen Systemen und Blöcken zu integrieren. Die barbarische/zivilisierte Dichotomie wird als eine wahre Analysekategorie ausgearbeitet und ermöglicht so die Neueinstufung des klassischen Terroraktes in einer vereinfachten und globalisierten Form. Der Begriff des "internationalen Terrorismus" symbolisiert die Integration dieser Form der Gewalt in die Theorie der internationalen Beziehungen und des strategischen Denkens. Die "Good Practices" der barbarisch/zivilisierten Dichotomie werden im Zentrum vieler Theorien von Geopolitikern und Strategen stehen. Der wachsende Erfolg dieser Analysen, um die Repräsentationen der politischen Akteure auf beiden Seiten des Atlantiks zu beeinflussen, hat direkte Auswirkungen auf die Repräsentationen des Bereichs der internationalen Beziehungen.


'''The 11 September attacks are a fundamental breakthrough'''. Terrorism elevated to the rank of "global" is being reinterpreted as the new form of North-South warfare." The "war on terrorism" proclaimed by the Bush administration is now re-ordering the field of international relations. From Afghanistan to the rogue states, from the project in the new Middle East to the European Union, or even Russia and its allies, the unilateralist American choices are transforming in depth the entire multilateral system of international relations elaborated on the ashes of the Cold War, symbolized by the fall of the Berlin Wall.  
Die Anschläge vom 11. September stellen einen grundlegenden Durchbruch dar. Der in den Rang eines "Globalismus" erhobene Terrorismus wird als neue Form der Nord-Süd-Kriegsführung neu interpretiert. Der von der Bush-Administration proklamierte "Krieg gegen den Terror" ordnet den Bereich der internationalen Beziehungen neu. Von Afghanistan bis zu den Schurkenstaaten, vom Projekt im neuen Nahen Osten bis zur Europäischen Union oder sogar Russland und seinen Verbündeten, die unilateralistischen amerikanischen Entscheidungen verändern das gesamte multilaterale System der internationalen Beziehungen, das auf der Asche des Kalten Krieges aufgebaut ist, das durch den Fall der Berliner Mauer symbolisiert wird, in die Tiefe.{{Translations
 
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Version du 11 février 2018 à 15:13


Der Kurs Terrorismus und internationale Beziehungen untersucht die Art und Weise, wie Terrorismus und seine Auswirkungen mit Fragen und Problemen der internationalen Beziehungen interagieren. Bis zum Kalten Krieg schenkte der Bereich der internationalen Beziehungen, der unter dem Deckmantel von Diplomaten und Soldaten geführt werden sollte, dem Terrorismus wenig Aufmerksamkeit. Der Terrorismus wurde bisher als eine Angelegenheit staatlicher Gerichtsbarkeit erlebt und somit als eine lokalisierte "Unordnung" interpretiert, die nur diejenigen bedroht, die damit imprägniert sind. Mit dem westfälischen Analysesystem könnten nur die Friedensfolgen eines zwischenstaatlichen Konflikts die Entwicklung der internationalen Beziehungen zwischen den Mächten bestimmen.

Mit dem Abschluss der ersten Phase der Entspannung, dem Abbau einer von der amerikanischen Macht garantierten westlichen Ordnung, definieren die neuen indirekten Ost-West- und Nord-Süd-Konflikte den Terrorismus neu, um ihn vollständig in die Beziehungen zwischen großen Systemen und Blöcken zu integrieren. Die barbarische/zivilisierte Dichotomie wird als eine wahre Analysekategorie ausgearbeitet und ermöglicht so die Neueinstufung des klassischen Terroraktes in einer vereinfachten und globalisierten Form. Der Begriff des "internationalen Terrorismus" symbolisiert die Integration dieser Form der Gewalt in die Theorie der internationalen Beziehungen und des strategischen Denkens. Die "Good Practices" der barbarisch/zivilisierten Dichotomie werden im Zentrum vieler Theorien von Geopolitikern und Strategen stehen. Der wachsende Erfolg dieser Analysen, um die Repräsentationen der politischen Akteure auf beiden Seiten des Atlantiks zu beeinflussen, hat direkte Auswirkungen auf die Repräsentationen des Bereichs der internationalen Beziehungen.

Die Anschläge vom 11. September stellen einen grundlegenden Durchbruch dar. Der in den Rang eines "Globalismus" erhobene Terrorismus wird als neue Form der Nord-Süd-Kriegsführung neu interpretiert. Der von der Bush-Administration proklamierte "Krieg gegen den Terror" ordnet den Bereich der internationalen Beziehungen neu. Von Afghanistan bis zu den Schurkenstaaten, vom Projekt im neuen Nahen Osten bis zur Europäischen Union oder sogar Russland und seinen Verbündeten, die unilateralistischen amerikanischen Entscheidungen verändern das gesamte multilaterale System der internationalen Beziehungen, das auf der Asche des Kalten Krieges aufgebaut ist, das durch den Fall der Berliner Mauer symbolisiert wird, in die Tiefe.

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